Landau Stadtarchiv hat wohl auch arsenbelastete Bücher
Auch im Landauer Stadtarchiv gibt es Bücher, die arsenhaltig und deshalb bedenklich für Nutzer sein könnten. Das bestätigt die Stadtverwaltung auf Anfrage.
Als erste hatte die Uni Bielefeld Zehntausende Bücher wegen dieses Problemes gesperrt, dann folgten weitere große Bibliotheken. Die Stadtverwaltung bestätigt, dass Arsenverbindungen in Farbstoffen enthalten sein können, die zum Färben von Buchbestandteilen, beispielsweise Einbänden, verwendet wurden. Im 19. Jahrhundert sei dafür vor allem das sogenannte Schweinfurter Grün industriell hergestellt worden. Verdächtig seien daher Bände des 19. Jahrhunderts mit grünen oder blaugrünen Buchbestandteilen.
Profi eingeschaltet
Im Stadtarchiv sei dies vor allem bei einer Gesetzessammlung der Fall. Zum Glück werde diese Sammlung aber so gut wie nie ausgeliehen oder auch nur aus dem Regal gezogen. Das Team um Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer prüft jetzt, ob weiteres Archivgut betroffen sein könnte. Es könne aber nur Verdachtsfälle identifizieren. Ob die Bücher tatsächlich Arsen enthalten, müsse dann ein Profi klären. Allerdings sei wohl gerade ein Schnelltest in Vorbereitung.
Die Verwaltung betont, dass keine Gefahr droht. Die verdächtige Gesetzessammlung bleibe in ihrem Regal und werde zunächst nicht angefasst. Auch alle anderen verdächtigen Bestände würden separiert und dann getestet. Das sei unproblematisch, da man im Archiv, anders als in der (nicht betroffenen) Stadtbücherei, nicht einfach im Bestand stöbern könne. Jede Recherche werde sowieso immer von den Mitarbeitenden des Archivs begleitet.