Landau
Stadt und Kreis denken über Impfanreize nach
Das ist auch für das Impfzentrum der Stadt Landau und des Kreises Südliche Weinstraße ein Thema, bestätigt die Pressestelle der Stadt. Laut Oberbürgermeister Thomas Hirsch (CDU) gebe es auch schon Ideen, spruchreif sei aber noch nichts.
Da es in Deutschland keine Impfpflicht geben soll, wie unter anderem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundeskanzlerin Angela Merkel mehrfach betont haben, kommen nur gute Öffentlichkeitsarbeit oder besondere Anreize infrage, um Ungeimpfte, die noch zögern oder die Impfung ablehnen, vielleicht doch noch zu überzeugen. Denn nach den jüngsten Einschätzungen des Robert Koch-Instituts müssten sich wegen der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus 85 Prozent der Zwölf- bis 60-Jährigen impfen lassen, wenn eine vierte Coronawelle im Herbst vermieden werden soll. Rund um den Globus gibt es daher bereits vielfältige Anreize. So zahlt Griechenland jungen Leute, die sich impfen lassen, 150 Euro. In den USA gibt es beispielsweise Eintrittskarten für Sportereignisse, aber auch Verlosungen von Kreuzfahrten oder sogar Waffen. In Indonesien gibt es sogar lebende Hühner, wie der WDR berichtet.
Mehr Termine geplant
Im Impfzentrum in Landau ist die Lage noch nicht dramatisch: So wurden in der 26. Kalenderwoche ab 28. Juni fast 4400 Impftermine eingeplant, in der jetzt laufenden 27. Woche sind es 4869 und in der kommenden Woche 5556. Insbesondere die Anzahl der Zweitimpfungen wird stark anwachsen. Wohlgemerkt, das sind geplante Termine, aber nach Angaben von Pressesprecherin Ricarda Bodenseh sagen zwar auch hier Menschen kurzfristig ab oder erscheinen gar nicht, aber noch sei das nicht problematisch. Wenn Termine rechtzeitig abgesagt werden, vergibt sie das Land neu. Bei kurzfristigen Absagen oder Fernbleiben werden die freigewordenen Termine in die Folgewoche verschoben und neu besetzt. Der eingeplante Impfstoff bleibt dann ein paar Tage länger im Kühlschrank. „Es liegt nichts rum, was wir nicht wegbekommen“, sagt die Stadtsprecherin unter Berufung auf ihren Impfkoordinator Bastian Dietrich. Trotz allem bleibt das Impfzentrum – bisher vor allem wegen fehlenden Impfstoffs – hinter seinen Möglichkeiten zurück: Es könnte täglich gut 3000 Impfungen verabreichen.