Landau Stachelfrucht lockt viele Besucher an
Zum Finale der „Keschdewoch“ findet am kommenden Sonntag, 18. Oktober, der 16. „Hääschdner Keschdemarkt“ auf dem Johann-Naab-Platz statt, der abermals mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbunden ist.
In diesen Tagen sind die Kastanien – pfälzisch „Keschde“ genannt – in Hauenstein und Umgebung im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde, ist doch die Urlaubsregion seit Jahren eine Hochburg für die Freunde der Esskastanie. Höhepunkt der Kastaniensaison ist die derzeit laufende „Keschdewoch“. Und zum Finale findet am kommenden Sonntag auf dem Johann-Naab-Platz der 16. „Hääschdner Keschdemarkt“ statt, der um 11 Uhr beginnt. Klein angefangen, hat sich der älteste Kastanienmarkt der Pfalz zu einem Renner entwickelt, der in der Region mehrere und nicht weniger erfolgreiche Nachahmer – beispielsweise in Annweiler und in Edenkoben – gefunden hat. Das „Original“ lockte in den vergangenen Jahren immer tausende Besucher aus dem ganzen Südwesten nach Hauenstein. Und es wird wieder einiges geboten: Zunächst, und davon hat der Markt seinen Namen, gibt es tatsächlich alles rund um die Kastanie. Der Metzger offeriert Kastaniensaumagen und Kastanienwurst, aus der Backstube kommen Kastanienbrot und Kastanienkuchen, es gibt Kastanienlikör und Kastaniengeist, Kastaniennudeln und Kastaniensenf. Das Rohprodukt „Keschde“, das neben Stärke und hochwertigem pflanzlichem Eiweiß vor allem Kohlenhydrate enthält, arm an Fett und Kalorien ist und in ungezählten Variationen köstlich schmeckt, wird auf dem Markt ebenfalls angeboten. Denn viele Jungen und Mädchen verdienen sich ein paar Euros, indem sie im Vorfeld des Markts die braunen Früchte sammeln und abgewogen auf dem Markt offerieren. Selbstverständlich können auch geröstete „Keschde“ mit einem Glas Neuem Wein probiert werden. Ein guter Bekannter auf dem Markt ist der Schweizer Kastanienexperte Jörg Soldan, der über der Holzkohlenglut und in großen Pfannen die Früchte rösten wird und immer für einen lockeren Spruch gut ist. Natürlich fehlen auf dem Markt auch regionale Produkte wie Pfälzer Schnäpse, Öle, Käse, Honig, Obst und Gemüse oder Kürbisse nicht. Um 13 Uhr öffnen die Hauensteiner Geschäfte ihre Pforten: Am verkaufsoffenen Sonntag werden die Hauensteiner Einzelhändler erneut deutlich machen, dass sich der Einkauf in der Wasgaugemeinde allemal lohnt, dass sich das Angebot hier – nicht nur auf dem Sektor Schuhe – keineswegs verstecken muss. Die Gastronomie wartet mit fantasievollen Gerichten rund um die Stachelfrucht auf. Auf den Speisekarten der Restaurants finden sich mehr als 30 verschiedene „Keschde“-Gerichte. Übrigens: Derzeit läuft die „Keschdewoch“ mit den Kastanienwanderungen. Am morgigen Donnerstag ist um 10 Uhr Treffpunkt am Hauensteiner Rathaus zu einer Wanderung, die in einer Wanderzeit von rund sechs Stunden unter der Leitung von Roland Hermann zur Schwanheimer Hütte und zum Hühnerstein führt. Am Freitag geht es in einer dreistündigen Wanderung in den Stopper. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Rathaus. Anmeldungen nimmt das Tourist-Info-Zentrum Pfälzerwald unter Telefon 06392 9233380 entgegen. (ran)