Landau Spezialisten für viele Fälle

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Vielfältig gefordert waren die Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) Landau im vergangenen Jahr. Neben zahlreichen Einsätzen zur Flüchtlingshilfe und überregionalen Aufträgen ist die Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer bei vielen Aktionen in der Stadt und im Kreis Südliche Weinstraße gefragt. 2015 stand für die Helfer des THW Landau ganz im Zeichen eines Jubiläums: Vor 60 Jahren wurde der Ortsverband in Landau gegründet. Gefeiert wurde dies mit einem Festakt zusammen mit der Einweihung einer großen neuen Fahrzeughalle auf dem Gelände des THW in Mörlheim und einem Tag der offenen Tür. Wie Feierabend berichtet, hätten die 138 Landauer Helfer 2015 über 35.500 Stunden beim THW verbracht, davon über 4000 Stunden bei Einsätzen, die von den 83 aktiven THWlern geleistet wurden. Die größte Herausforderung sei dabei, wie für viele andere Organisationen im vergangenen Jahr, die Flüchtlingshilfe gewesen. Die Verpflegung eines ganzen Flüchtlingslagers für über eine Woche durch die Fachgruppe Logistik und Verpflegung in Idar-Oberstein, zahlreiche logistische Unterstützungen in der ganzen Bundesrepublik sowie die wochenlangen Einsätze von Landauer Führungs- und Infrastrukturexperten in Erding und München hätten zu einer hohen Belastung der ehrenamtlichen Helfer geführt. Neben den Einsätzen zur Flüchtlingshilfe gab es noch viele weitere Aufgaben. Die Spezialisten des Einsatz-Sicherungssystems (ESS) wurden beispielsweise im Sommer ins Allgäu gerufen. In Isny war es zu einem schweren Felssturz gekommen. Die Aufräumarbeiten wurden durch die Messtechnik des Landauer THW gesichert. Auch bei der Umweltkatastrophe an der Jagst, die über mehrere Wochen ein Großaufgebot an Helfern in Baden-Württemberg erforderte, war ein Landauer Helfer zur Analyse des Flusswassers eingesetzt. Neben den überregionalen Aufträgen gab es auch viele Einsätze in Landau und der Südpfalz, etwa die Unterstützung der Feuerwehren bei Bränden, wie zum Beispiel in Ilbesheim oder beim Waldstadion Herxheim, sowie bei Sturmschäden oder Stromausfällen, bei denen die Helfer aktiv wurden. Aufträge wie die Sicherung historischer Mauerwerke im Landauer Fort aufgrund der langanhaltenden Trockenheit forderten weitere Kräfte. Stemmen ließen sich solche Aufgaben nur mit einer gut ausgebildeten Mannschaft, weshalb die Helfer im vergangenen Jahr knapp 10.000 Arbeitsstunden während ihrer Ausbildungsdienste geleistet hätten, sagt der Ortsbeauftragte des THW in Landau, Florian Feierabend. Und auch für die Zukunft sei vorgesorgt: Neben den vielfältigen Aktivitäten der THW-Jugend konnten 2015 insgesamt neun Frauen und Männer ihre Grundausbildung beim THW abschließen, sodass bereits jetzt die nächste Gruppe von zehn Anwärtern ihre Ausbildung begonnen habe. Auch 2016 werde es genug Aufgaben für das THW Landau geben, die den ehrenamtlichen Einsatz der Helfer erfordern. (rhp) INFO Wer ehrenamtlich helfen will, bekommt Informationen unter www.thw-landau.de, Telefon 06341 959566 oder jeden Montagabend in der Landkommissärstraße 1 in Mörlheim.

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