Landau Sitzt, passt, wackelt nicht

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Während der Eckstein für die Außenmauer des Turms noch in der Luft schwebt, wird im Hintergrund fleißig weitergehämmert. Mörtel wird angemischt, der gleich auf der Außenmauer des Turms der Lunette 41 im Landauer Savoyenpark verteilt wird. Und dann kommt der Stein drauf. Der Eckstein ist heller als die übrigen Steine – und das ist Absicht. Schließlich soll er sich von den anderen Steinen abheben. Auch ein Steinmetzsiegel – ein Kreis mit einer Raute, die die Zahl 41 und das Kürzel GG umfasst – ist auf dem Eckstein zu sehen. Das Siegel soll darauf hinweisen, dass der Eckstein in einem Kurs des Steinmetzmeisters Wolfgang Österlein, der vom Festungsbauverein angeboten wird, von dem Schüler Gerhard Griesbeck (GG) hergestellt wurde. Der Eckstein wurde zunächst mit einem Kran an zwei Schlaufen angehoben. Jetzt wird der Mörtel, der historisch korrekt aus einem Gemisch aus Trasskalk und Sand besteht, mit einer Kelle vorsichtig aufgetragen. In die Mitte des freien Stücks, auf das der Eckstein gesetzt wird, hat ein Arbeiter ein Kantholz gelegt. Dieses soll gewährleisten, dass man die Schlaufen, an denen der Stein hängt, auch wieder unter dem Stein herausziehen kann. Das klappt – nachdem der Eckstein sitzt – allerdings nicht ganz reibungslos. Also müssen alle ehrenamtlichen Helfer und anwesenden Teilnehmer des Steinmetzkurses mitanpacken. Das Holzstück kann rausgezogen werden, der Eckstein sitzt perfekt. „Das war bei dieser Mauer, die eine Steigung von 80 Prozent verzeichnet, nicht gerade einfach“, sagt Frank Krämer, Architekt und stellvertretender Vorsitzender des Festungsbauvereins, kurz darauf. Besonders die Beratung durch den Edenkobener Steinmetzmeister Österlein sei hier sehr wertvoll gewesen. Der Graben vor der Mauer wurde bereits fertiggestellt und im vergangenen Herbst neu besät. In Kürze wird auch der Bauzaun direkt an die Mauer verlegt, wodurch ein Stück Parkfläche wieder frei begehbar wird. Bis zum Herbst soll die Außenmauer des Turms der Lunette 41 auf Parkniveau aufgemauert werden. Im Turm selbst ist das Gewölbe beschädigt, da dort früher ein Abwasserrohr verlegt worden war. „Da das Ziegelformat kein geläufiges Format ist, das man einfach so nachbestellen kann, sondern ein französisches Ziegelformat aus dem 18. Jahrhundert“, so Krämer, „war die Beschaffung der passenden Ziegel eine Herausforderung.“ Der Verein konnte jedoch eine Ziegelei im Elsass finden, die Ziegel nachbrennen kann. Die Wunschziegel werden im August geliefert. „Sobald dann das Gewölbe repariert ist, kann man auch daran denken, im Inneren den Sockel wieder zurückzubauen, der damals aufgestellt wurde, um das Gewölbe zu unterstützen, durch welches das Abwasserrohr verlegt wurde“, erläutert Krämer das weitere Vorgehen. „Dann hat man wieder einen Eindruck, wie der Turm damals wirklich ausgesehen hat.“ (jema)

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