Queichheim Sextäter im Jugendwerk: Missbrauch in St. Josef

Das Jugendwerk St. Josef liegt in Queichheim.
Das Jugendwerk St. Josef liegt in Queichheim.

Auch ehemalige Betreute des Jugendwerks St. Josef in Queichheim haben sexuellen Missbrauch und Misshandlung dort angezeigt. Nach Angaben des Bistums Speyer liegen 19 Meldungen vor. Zwischen 2010 und 2019 haben sich diese Personen an die unabhängigen Missbrauchsbeauftragten des Bistums gewandt. Die Taten haben demnach ab den 1950er-Jahren bis nach 2010 stattgefunden. Insgesamt wurden 32 Personen als Täter benannt: Priester, Ordensschwestern, Lehrer, Erzieher, sonstige Mitarbeiter und andere Heimkinder.

Derzeit erschüttert ein Missbrauchsskandal um den früheren Generalvikar und obersten Juristen des Bistums Speyer, Prälat Rudolf Motzenbäcker (1915-1998), das Bistum schwer. Der verstorbene Theologe soll in den 1960er- und 1970er-Jahren drei Jungen sexuell missbraucht haben. Den Fall hatte der Speyerer Bischof Wiesemann vor Kurzem öffentlich gemacht. Das Bistum will die Vorwürfe von einer unabhängigen Aufarbeitungskommission untersuchen lassen. Diese soll voraussichtlich im ersten Quartal 2021 ihre Arbeit aufnehmen. Inzwischen sind weitere Missbrauchsfälle in Kinder- und Jugendeinrichtungen des Bistums ans Licht gekommen, etwa im Nardini-Haus in Pirmasens.

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