Albersweiler / Landau Südpfälzer Rotwein-Cuvée als Hilfsaktion für Ahr

Ein Werbeplakat für den Ahrwein. Der Schriftzug findet sich auch auf den Etiketten.
Ein Werbeplakat für den Ahrwein. Der Schriftzug findet sich auch auf den Etiketten.

Martin Hochdörffer (36), Inhaber des Weinhauses Franz Hahn in Albersweiler, hat ein neues Hilfsprojekt für das von der Flutkatastrophe getroffene Ahrtal aufgelegt: einen Rotwein. Er ist von Anfang an mit den Wirtschaftsjunioren in Hilfseinsätzen an der Ahr gewesen und fährt auch jetzt noch ein bis zwei Mal die Woche dorthin. Nur im Herbst musste er vier Wochen pausieren, um sich um den eigenen Betrieb zu kümmern, doch das hat ihn gegrämt. „Wir haben uns dann überlegt, welche andere Aktion wir machen könnten, um zumindest Geld aufzutreiben“, sagt der Winzer, der anfangs auch Flaschen aus überfluteten Kellern von Kollegen an der Ahr mit in die Pfalz gebracht und als Flutwein verkauft hatte. Eine Überlegung war, Trauben von der Ahr in die Pfalz zu bringen, doch das wäre „weinrechtlich ein Höllenritt“ geworden, sagt Hochdörffer. Folglich hat er die für die Ahr typischen Spätburgundertrauben und Caberne-Sauvignon-Trauben bei befreundeten Winzern aufgekauft, als Cuvee ausgebaut und auf 5000 Flaschen abgefüllt. Geschäftspartner haben die Etiketten und die Verschlüsse gespendet. Nun gibt es die Flaschen für 20 Euro pro Stück im Weinhaus Hahn in Albersweiler, in den SBK-Märkten in Landau und Birkweiler, im Parkhotel Landau und möglicherweise bald auch an weiteren Stellen. Der komplette Erlös (nur die Mehrwertsteuer muss abgezogen werden) geht laut Hochdörffer an Hilfebedürftige im Katastrophengebiet. Denn auch wenn der Bund zugesagt habe, 80 Prozent der Schäden zu ersetzen, blieben immer noch 20 Prozent, auf denen die Menschen sitzenblieben. Damit sie auch Spendenbescheinigungen ausstellen können, haben die Wirtschaftsjunioren auch einen Förderverein gegründet.

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