Landau Rote Lippen und blonde Träume

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Das gab es hoffentlich nicht nur einmal! Am Ende des Frühlingskonzertes, das der Gesangverein Erlenbach am Samstag im Bürgerhaus veranstaltete und zu dessen Gelingen auch die Chorgemeinschaft 1847 aus Rheinzabern beitrug, gab es stürmischen und lang anhaltenden Applaus.

Die Idee zu diesem gemeinsamen Konzert stammte von Chorleiterin Petra Nuber. Sie hatte die Freude am Singen im Chor erstmals beim Kinderchor Rheinzabern erfahren, sich dann zur Chorleiterin ausbilden lassen und später die Leitung des Gesangvereins in Erlenbach übernommen. Ganze 24 Jahre hatte es gedauert, ehe man jetzt gemeinsam ein Konzert gestaltete. Bekannte Melodien aus den Bereichen Schlager, Gospel und Volkslied wurden geboten, alle bearbeitet für gemischte Chöre. Den Auftakt machten beide Chöre gemeinsam mit dem italienischen Volkslied „Vicin’ o mare“, ehe die deutsche Version von „When the saints go marching in“ erklang. Die Sänger aus Erlenbach gefielen mit dem bekannten „Heidenröslein“, ehe sie mit einer deutschen Version von „Hallelujah“ an den israelischen Grand-Prix-Erfolg aus dem Jahre 1979 erinnerten. Das waren noch Zeiten, als 1932 mit „Ein blonder Traum“ der erste deutsche Tonfilm erschien – unvergessen das Traumpaar Lilian Harvey und Willi Fritsch und der Titel „Irgendwo auf der Welt“. An die 200 Jahre alte Schildkröte „Nessaja“, die nicht erwachsen werden will, erinnerte die Chorgemeinschaft aus Rheinzabern, ebenfalls dirigiert von Petra Nuber. „Oh island in the sun“, ein großer Erfolg von Harry Belafonte und vielfach interpretiert von Nachfolgekünstlern, erklang ebenso wie „Du kannst nicht immer 17 sein“, ein Titel, der von Ralph Siegel für den Schlagersänger Chris Roberts geschrieben worden war. Begeistert aufgenommen wurde Konzert-Evergreen s wie „Die Rose“ (Gesangverein Erlenbach) oder „Rote Lippen soll man küssen“. Gemeinsam sangen die Chöre auch „Eleni“, einst von Andrea Jürgens bekannt gemacht. Die Chöre wurden am Klavier einfühlsam von Achim Knoll begleitet. Für den instrumentalen Part bei diesem Konzert sorgte zudem dessen Tochter Alyssa Knoll mit ihrer Violine. Die mehrfache Preisträgerin bei „Jugend musiziert“ spielte eine Sonate von Georg Friedrich Händel und den „Liebesgruß“ von Edward Elgar. Viel Beifall erntete sie auch für die Filmtitel aus „Wunderkinder“ (2011). Am Ende des Abends übernahm Chorleiterin Petra Nuber den Solopart im Stück „Das gibt’s nur einmal“, der Filmmusik aus „Der Kongress tanzt“ (1931). Ehrungen Beim Konzert des Gesangvereins Erlenbach ehrte Ulrike Hock, stellvertretende Vorsitzende im Kreischorverband Südliche Rheinpfalz, zwei aktive Sänger: Sie übergab die Silberne Ehrennadel für 25 Jahre und für ihr Engagement im Verein an Gerlinde Költsch und Sonja Kammerer. (fh)

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