Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Renovierter Rewe-Markt öffnet am Donnerstag mit Sushi-Bar

Gut bestückt: die Weinabteilung im rundum erneuerten Markt.
Gut bestückt: die Weinabteilung im rundum erneuerten Markt.

Einige Neuerungen und modernisierte bewährte Dinge: Rewe hat sich die Renovierung seines Marktes in der Landauer Haardtstraße viel kosten lassen. Am Donnerstag öffnet er wieder. Sushi-Fans kommen jetzt auf ihre Kosten. Wie können eilige Kunden schneller shoppen?

Beim Betreten des renovierten Rewe-Marktes in der Haardtstraße fällt eines direkt auf: Er ist heller. Der komplette Markt ist mit LED-Lampen ausgestattet, die nicht nur mehr Licht geben, sondern auch energieeffizienter sind.

Die erste Hälfte des Marktes ist wie vor dem Umbau schon der sogenannte „Marktplatz der Frische.“ Hier findet der Kunde unter anderem exotisches Obst aus Übersee, Gemüse vom Bauernhof, Bäckereiartikel und alltägliche Sachen. Neu ist der sogenannte Sushi-Circle direkt am Eingang. „Wir haben hier einen Lieferanten zur Untermiete, der selbst Sushi produziert“, sagt Vertriebsleiterin Sandra Ruml-Mayr.

Neu ist auch, dass die sogenannte Bake-Off-Station jetzt ebenfalls am Anfang des Marktes platziert ist. Hier werfen die Bäcker frisch gebackene Ware zum Mitnehmen ein. Nicht neu, aber modernisiert ist die bewährte Salatbar, die sich zwischen Obst und Gemüse befindet und von Rewe selbst betrieben wird.

Laut Ruml-Mayr soll der neugestaltete Markt auf seiner 1760 Quadratmeter großen Verkaufsfläche zum Verweilen einladen. Dafür sorgen die breiten Gänge, durch die auch Eltern mit Kinderwagen, Menschen mit Rollstuhl oder Senioren einfach durchkommen sollten.

Neue Kühlmöbel sparen Energie

Ist der Marktplatz der Frische passiert, wird es kalt. Jetzt aber nur noch drinnen in den Kühlmöbeln. Diese sind jetzt alle mit Glastüren versehen, um einen unnötigen Kälteaustritt zu vermeiden. „Damit sparen wir rund 40 Prozent der Energie im Vergleich zu herkömmlichen Kühlmöbeln“, erklärt Marktmanager Christian Kuhn. Betrieben wird der Markt mit zertifiziertem Grünstrom, also Strom aus den erneuerbaren Quellen Wasserkraft, Wind und Biomasse.

Nach den Kühlfächern macht der Rundgang eine erste Linkskurve. Wer es eilig hat, kann aber zuvor schon eine Abkürzung durch die Regale zu den Kassen nehmen.

Ganz hinten im Markt wartet wieder die Metzgerei. Diese kommt in schickem neuen Holz-Look daher. Neu ist hier das Fleisch der Haltungsstufe drei, wie der Gebietsmanager Ware Friedbert Philipp verrät. Diese Stufe bedeutet, dass die Tiere neben mehr Platz im Stall auch Kontakt mit dem Außenklima hatten. Inmitten der Metzgerei fällt ein großer Schrank mit Dry Aged Fleisch – also trockengereiftem Fleisch – ins Auge. Das Fleisch kommt von der Freier GmbH aus Kandel.

Wer Getränke kaufen will, muss kurz vor der Kasse wieder rechts abbiegen. Allerdings startet die Abteilung im Gegensatz zu früher nun mit regionalen Weinen. „Aber auch Trendsachen wie Gin sind weiter vorne platziert“, sagt Ruml-Mayr. Hilfreich ist auch ein zweiter Leergutautomat, der nun alle Pfandflaschensorten annimmt.

Online einkaufen und abholen

Dem aktuellen Ernährungstrend folgend ist das Sortiment an veganen und Bio-Produkten beispielsweise von Demeter deutlich erweitert. Insgesamt hat der Vollsortimenter rund 20.000 Artikel im Angebot. Neben preisgünstigen Artikeln der Eigenmarke „ja!“ wirbt der Markt mit einem umfangreichen Warenangebot an Markenartikeln. Besonderen Stellenwert genießt das Thema Regionalität. „Unsere Region hat kulinarisch so viel zu bieten. Wir sind ein Teil von ihr und möchten mit unserem großen regionalen Sortiment die heimische Wirtschaft stärken“, bekräftigt Christian Kuhn. Quer durchs Sortiment werden deshalb Produkte und Spezialitäten aus der Umgebung angeboten.

Wer wenig Zeit hat, kann seinen Einkauf nun auch schon von unterwegs oder Zuhause aus erledigen. Die neue Abholstation macht’s möglich. „Der Kunde kann seinen Einkauf online zusammenstellen, ein Mitarbeiter packt diesen dann zusammen. Er hat dann einen Zeitslot (Anmerkung der Redaktion: ein Zeitfenster) zur Auswahl, zu dem er die Ware abholen kann“, erklärt Ruml-Mayr. Der Abholservice kostet zwei Euro, der erste Einkauf ist kostenlos. „So fällt auch das Anstehen an der Kasse weg und der Einkauf kann minutenschnell – zum Beispiel auf dem Nachhauseweg – erledigt werden“, wirbt Christian Kuhn für den neuen Trend. Im Eingangsbereich verkauft die Bäckerei Görtz nach wie vor Backwaren und Snacks.

Umbau kostete 1,7 Millionen Euro

Fünf neue Mitarbeiter wurden eingestellt, sodass das Team nun aus 65 Angestellten besteht. Der Markt war nun fast fünf Wochen geschlossen, der Umbau hat etwa 1,7 Millionen Euro gekostet. Der Markt öffnet um 8 Uhr und schließt um 22 Uhr. Ab zehn Euro Einkaufswert ermöglicht Rewe an der Kasse eine gebührenfreie, Kreditinstitut-unabhängige Bargeldauszahlung bis zu 200 Euro. Als Payback-Partner können Kunden bei Rewe punkten.

x