Landau
Rennauto aus dem 3D-Drucker: IGS-Schüler landen einen Coup
Das Team Moving Forward der IGS Landau wurde beim als „STEM Racing“ bezeichneten Wettbewerb unter den Seniorenteams als bester Newcomer ausgezeichnet. In der Gesamtwertung erreichte die Gruppe, die zuletzt aus fünf Schülern aus der zehnten und elften Jahrgangsstufe bestand, den neunten Platz. In ihrer Altersklasse waren insgesamt 13 Gruppen an den Start gegangen.
Schon die Teilnahme der IGS am Rennen in Oberbayern war ein Erfolg, denn damit qualifizierte sich erstmals ein Team aus Rheinland-Pfalz für die Endrunde des Wettbewerbs. STEM ist die Abkürzung für „Science, Technology, Engineering, Mathematics“ – es ist die englische Entsprechung des deutschen MINT, das für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik steht. Ins Rennen geschickt wurden von den Schülern selbst geplante und mithilfe von 3D-Druckern hergestellte Vehikel. Von einer Minigaskartusche angetrieben, sollten sie blitzschnell eine gerade Strecke entlangrauschen. Wobei nicht allein die Rennzeit entscheidend war, sondern auch, wie der Rennstall seinen Planungsprozess gestaltet und sich vermarktet hatte und ob er auch mehr Menschen über die sozialen Netzwerke erreichten als zu Beginn.
Finanzielle und materielle Unterstützung hatte es von Sponsoren sowie Partnern aus Wirtschaft und Forschung gegeben. Das Rennauto beispielsweise wurde von Maas Frästechnik und Siemens in einem neuen Fertigungsverfahren hergestellt. Die RPTU in Kaiserslautern hatte durch Strömungsberechnungen Hinweise zur Aerodynamik des Fahrzeugs geben können.
Beim Bundesfinale, das in Neuburg an der Donau ausgetragen wurde, mussten die Teams sich und ihre Werke vor einer Jury aus Fachleuten präsentieren und ihre Arbeit an ihren Messeständen erläutern. Beim Rennen war das Auto der IGS Landau deutlich schneller als bei der Regionalmeisterschaft im Februar.
Nach Angaben der beiden betreuenden Lehrkräfte Jan Hausstein und Christin Jensen ist das Schülerteam stolz darauf, dass es in so kurzer Zeit so viel erreicht hat. Die Jugendlichen seien motiviert, noch einmal an dem Wettbewerb teilzunehmen. Das einzige, was die Teammitglieder aber noch zögern lasse, sei der hohe Zeitaufwand, der investiert werden muss. Etwa 200 Stunden Freizeit habe jeder von ihnen aufbringen müssen, hatte Hausstein bereits beim Gespräch vor dem Finale erklärt.