Landau Reichlich Stroh zum Fest

Michael Schwall (links) und David Mittag haben einen Baum für den Schulgottesdienst nur mit Kerzen und Strohsternen geschmückt.
Michael Schwall (links) und David Mittag haben einen Baum für den Schulgottesdienst nur mit Kerzen und Strohsternen geschmückt.

Nicht riesig, aber besonders war die Resonanz auf unseren Aufruf in der Rubrik „Gibt es das noch?“ zum Thema Strohsterne. Wir hatten gefragt, ob Strohsterne bei unseren Lesern noch am Weihnachtbaum hängen und wer sie noch selbst bastelt.

So schreibt Corinna Waltz, Redakteurin der Diakonissen Speyer-Mannheim, über zwei junge Leute der Fachschule für Altenpflege im Bethesda Landau. Michael Schwall und David Mittag sind im zweiten Ausbildungsjahr und haben einen Christbaum nur mit Kerzen und selbstgebastelten Strohsternen geschmückt. An der Spitze des Baumes prangt ein großer Stern aus Stroh. „Ja, selbstverständlich gibt es noch Strohsterne. Strohsterne gehören für mich zur Weihnachtszeit, wie der Weihnachtsbaum“, schreibt Bettina Hornbach. Und selbstverständlich hat die Geschäftsführerin des Kurhauses Trifels in Annweiler-Bindersbach ihre Strohsterne selbst gebastelt. Damit sind auch die Fenster in ihrem Seminarhotel geschmückt. Bettina Hornbach hat der Redaktion von „Marktplatz regional“ mehrere Fotos geschickt, eines davon zeigt einen Stern, der elfmal gebunden wurde. „Strohsternmacherinnen wissen, was das bedeutet“, so Hornbach. Bis Mitte Januar werden die Sterne das Restaurant zieren. Anne van Elst aus Wörth besitzt noch etwa 30 Strohsterne, die sie zusammen mit ihren Schwestern mit der Stickschere ihrer Mutter angefertigt hat. „Wir weichten damals echte Strohhalme ein, spalteten sie und dann wurden sie gebügelt“, berichtet die „Marktplatz regional“-Leserin. Den Blick auf eine ebenfalls aussterbende Art von Weihnachtsschmuck gelenkt hat Beate Hanewald aus Edenkoben: „In unserem Fundus gibt es, ebenfalls aus der Zeit der Strohsterne, wunderschöne selbstgebastelte Kugelsterne aus Goldpapier. Sie haben bereits die Weihnachtsfeste von vier Generationen miterleben dürfen.“ Die Serie Einmal im Monat fragen wir in der Serie „Gibt es das noch?“ nach Dingen, die nicht mehr häufig gebraucht werden. Wir bedanken uns für alle Leserzuschriften. Der nächste „Gibt es das noch“-Aufruf erscheint am 3. Januar.

Stern mit Trifelsblick.
Stern mit Trifelsblick.
Der Stern von Anne van Elst ist mehr als 60 Jahre alt.
Der Stern von Anne van Elst ist mehr als 60 Jahre alt.
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