Herxheim RHEINPFALZ Plus Artikel „Qualität ist, wenn der Kunde zurückkommt und nicht die Ware“

In dem Fachgeschäft erwartet die Kunden außer Orthopädie-Schuhtechnik und Sportartikeln auch eine gute Beratung.
In dem Fachgeschäft erwartet die Kunden außer Orthopädie-Schuhtechnik und Sportartikeln auch eine gute Beratung.

Seit mehr als 40 Jahren gibt es das Fachgeschäft Schuh + Sport Trauth in Herxheim. Kunden finden dort Orthopädie-Schuhtechnik und Sportartikel unter einem Dach.

Die Geschichte des Fachgeschäfts Schuh + Sport Trauth begann in den 1980er-Jahren. Zu dieser Zeit fertigte Orthopädieschuhmacher-Meister Wolfgang Trauth Maßschuhe und eröffnete Am Kleinwald ein Geschäft. Seine Kinder Moni Wingerter und Josef Trauth lernten den gleichen Beruf wie ihr Vater. Sie führen die Familientradition seit 2010 gemeinsam fort. Die Produktvielfalt des Hauses umfasst orthopädische Schuhe und Einlagen, dazu unter anderem Bandagen, Orthesen und Kompressionsstrümpfe.

Doch es blieb nicht lange bei der Orthopädietechnik allein. Denn die Geschäftsgründer Petra und Wolfgang Trauth waren in jungen Jahren begeisterte Sportler und nahmen so auch gewöhnliche Sportschuhe in ihr Sortiment auf. Das sei bei den Kunden so gut angekommen, dass bald auch Sportbekleidung hinzukam. „So wurde das Sportgeschäft das zweite Standbein des Familienbetriebs“, erzählt Tochter Moni Wingerter.

Funktionskleidung für den Sport

Unter dem Motto „Für jeden Sport das passende Outfit“ bietet das Geschäft für verschiedene Sportarten eine Auswahl an Schuhen und Bekleidung an, wobei letztere auch mit Logos bedruckt werden kann. Das passt zum Sportangebot in Herxheim, darunter Fußball, Tennis, Skifahren, Leichtathletik und Turnen.

Um weitere Sportmöglichkeiten in den Fokus zu rücken, organisiert Geschäftsführer Josef Trauth einmal im Jahr die Herxemer Spiele. Dabei können sich Vereine vorstellen und die Besucher Sportarten ausprobieren. So präsentierten sich zuletzt im Waldstadion unter anderem Radfahrer, Voltigierer, Pfadfinder, Boule-Spieler und Schützen.

Außer den Vereinssportlern rüstet das Fachgeschäft beispielsweise auch E-Bike-Fahrer, Fitnessstudio-Besucher, Senioren, Reha-Sportler, Wanderer und Schwimmer aus. „Wir versorgen alle, von den Kindergartenkindern bis zur Oma“, erklärt Wingerter. Weil heutzutage nicht mehr streng zwischen Sport- und Freizeitkleidung unterschieden werde, führt das Geschäft auch Winterjacken. Dazu Hosen „für große Männer“ bis Größe 6XL und für „starke Frauen“ bis Größe 54, auch in Kurz- und Langgrößen.

Service an erster Stelle

„Service wird bei uns großgeschrieben. Kleidergrößen und Farben bestellen wir wie vom Kunden gewünscht. Dazu kommt eine ehrliche und freundliche Beratung“, sagt die Chefin. Dabei wird sie von einem Team aus fünf Mitarbeiterinnen unterstützt.

Das Fachgeschäft bietet – nach eigenen Worten – „gute Qualität zu fairen Preisen“ und liege im mittleren Preissegment. Wie jedes Sportfachgeschäft müsse es sich gegen starke Konkurrenten behaupten – nämlich zum Beispiel den Online-Handel, die Kette Decathlon und verschiedene Discounter. Dabei könne der stationäre Einzelhandel mit Beratung vor Ort und einer Auswahl aus guten Produkten punkten: „Qualität ist, wenn der Kunde zurückkommt und nicht die Ware“, erklärt Wingerter.

Gute Einkaufsatmosphäre

Wichtig sei auch ein angenehmes Umfeld, damit das Einkaufen völlig stressfrei verlaufe. Bei ihrem Geschäft gebe es beispielsweise direkt vor dem Haus genügend Parkplätze. Zwar habe man an der Ortsrandstraße keine Laufkundschaft wie im Dorfzentrum. Dafür kämen die Leute nicht zum Stöbern, sondern ganz gezielt in den Laden. Sie wüssten genau, was sie brauchen und würden meist auch fündig, sagt Wingerter.

Es gebe aber auch Personen, die die Vorteile des stationären Handels nutzten und Kleidungsstücke anprobierten, um diese anschließend online zu bestellen. „Diese Kundschaft sollte sich aber klarmachen: Die Fachhändler vor Ort sind nicht nur direkte Ansprechpartner und Dienstleister, sondern auch Gewerbesteuerzahler“, erklärt Wingerter.

Die Serie

Parkplätze, Inflation, Online-Handel: Die Geschäfte in der Landauer Innenstadt stehen vor vielen Herausforderungen. Wir stellen in loser Reihenfolge inhabergeführte Einzelhändler vor – und fragen, wie sie auf den wachsenden Druck reagieren.

Die Kunden suchen das Fachgeschäft gezielt auf, Laufkundschaft gibt es eher weniger.
Die Kunden suchen das Fachgeschäft gezielt auf, Laufkundschaft gibt es eher weniger.
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