Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Post schließt Container – und eröffnet in der Stadt neu

In der Reiterstraße wird ein Post-Partner einen Shop eröffnen.
In der Reiterstraße wird ein Post-Partner einen Shop eröffnen.

Der Weg zur neuen Post-Paketausgabe im Zustellstützpunkt Im Justus war für viele Innenstädter ein ziemlich weiter. Die Container waren sowieso nur als Provisorium geplant gewesen. Nun soll eine neue Partnerfiliale im Zentrum geöffnet werden.

Die Zeit des Provisoriums neigt sich dem Ende entgegen: Die Deutsche Post plant, die Paket-Ausgabestation am neuen Zustellstützpunkt Im Justus in Landau zu schließen. Diese RHEINPFALZ-Informationen bestätigt Post-Sprecher Heinz-Jürgen Thomeczek auf Anfrage. Bei der „eigenbetriebenen Filiale“, die von Anfang an nur als Provisorium auf dem Gelände geplant war, handele es sich um die Container. Wann genau, bleibt unklar: Die Paketausgabe werde vor Weihnachten nicht verändert. Dafür wird wohl voraussichtlich Mitte November eine neue Partnerfiliale in der Landauer Reiterstraße 23 den Betrieb aufnehmen.

Früherer Standort von Schuh-Seibel

Diese werde „mit einem sehr erfahrenen Partner“ eröffnet, berichtet Thomeczek weiter. Dass sich dessen Geschäft nicht nur auf die Abwicklung von Paketen und Briefen beschränken wird, legt der Name nahe: Nach Informationen der RHEINPFALZ soll der Laden „Post, Lotto & Tabak Store“ heißen. In den Räumen der Reiterstraße 23 sind am Dienstag Handwerker zugange. Dort war früher Schuh-Seibel.

Zentraler ist von Vorteil für Kernstädter

Die Post hat den Zustellstützpunkt im Justus 4 in einer Halle auf Gummi-Mayer-Gelände vor rund einem Jahr in Betrieb genommen. Damals zogen Briefsortierung und Paketlager aus dem Zentrum weg. Darüber hatten sich einige Landauer geärgert, weil sie weitere Wege für die Paketabholung in Kauf nehmen mussten. Eine in der Stadt zentraler gelegene Anlaufstelle ist für viele Menschen von Vorteil. Nun ist aber auch davon auszugehen, dass der Autoverkehr in der südlichen Innenstadt wieder zunehmen wird – rund zwei Jahre, nachdem die Durchfahrt am Obertorplatz rund 200 Meter weiter gesperrt wurde und die Anzahl der durchfahrenden Autos auch in der Reiterstraße gesunken ist.

Stadt will Auswirkung auf Verkehr beobachten

Der Standort der Post gegenüber der Sparkasse sei sicherlich besser für Autofahrende gewesen, kommentiert Mobilitätsdezernet Lukas Hartmann (Grüne). Denn dort habe die Verwaltung Kurzzeitparkplätze eingerichtet. Aber er freue sich, dass die Filiale nun wieder in der Innenstadt sei – die meisten Innenstadtbewohner würden wohl auch zu Fuß kommen, so Hartmann auf Anfrage. Die Auswirkungen auf den Autoverkehr in der Reiterstraße werde sein Dezernat beobachten – „und gegebenenfalls gegensteuern“.

Der Projektentwickler Phoenix Living will wie berichtet das Post-Gebäude im Stadtzentrum umbauen, dort soll Wohnraum entstehen. Im Erdgeschoss sind Einzelhandelsflächen geplant. Ob die Postbank-Filiale im Gebäude bleibt, ist noch nicht bekannt.

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