Landau Philippinenkrokodil: Rekordeinnahmen bei Zootier-Kampagne

Nicht flauschig, aber putzig: Philippinenkrokodil mit Nachwuchs.
Nicht flauschig, aber putzig: Philippinenkrokodil mit Nachwuchs.

Die Kampagne Zootier des Jahres hat ein Rekordergebnis eingefahren: 150.000 Euro kamen für das bedrohte Philippinen-Krokodil zusammen. Der Erfolg hat auch Väter in Landau.

Die eingenommenen 150.000 Euro seien „die mit Abstand höchste Fördersumme, die wir seit 2016 mit Beginn unserer Kampagnen in einem Jahr erreichen konnten“, sagt Arne Schulze, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz. Der Verein mit Sitz in München hat seine Geschäftsstelle in Landau – und der Vorsitzende ist Zoodirektor Jens-Ove Heckel.

Finanziert wird eine Nachzuchtstation

Die gesammelten Mittel fließen nun in Schutzmaßnahmen für hochbedrohte Krokodilarten auf den Philippinen, auf Kuba, auf Borneo und in Nepal. Ausschlaggebend für den Erfolg der diesjährigen Kampagne war laut einer Mitteilung der Stadtverwaltung die enge Zusammenarbeit mit zoologischen Gärten und deren rege Beteiligung. Der Landauer Zoo ist alljährlich Platin-Sponsor und unterstützt dabei die Lobbyarbeit für die jeweilig nominierte, stark bedrohte Tierart einer Jahreskampagne.

Das Philippinenkrokodil ist eine mittelgroße Krokodilart, die in ihrem Heimatland, den Philippinen, von der Ausrottung bedroht ist. Auf den Philippinen leben nur wenige genetisch getestete reinerbige Tiere in Zuchtstationen, wodurch der Europäische Zoobestand besonders wertvoll für den Arterhalt wurde, teilt die Stadt weiter mit. Denn reinerbige Tiere seien auch eine Grundvoraussetzung für eine fachlich korrekte Wiederansiedlung. Finanziert werden nun neue „soft-release“-Anlagen und eine weitere Nachzuchtstation direkt in dem Schutzgebiet für die bedrohten Reptilien. Die Haltung der Tiere sei aufwendig und kompliziert. Hinzu komme, dass Philippinenkrokodile erst mit 10 bis 15 Jahren geschlechtsreif werden, was eine lange Generationsdauer zur Folge hat.

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