Landau Paul-von-Denis-Straße komplett verschwunden

Vergangenes Jahr war sie noch eine wichtige Zufahrtstraße für Busse zum Haupteingang der Gartenschau , jetzt ist sie Geschichte: Die 400 Meter lange Paul-von-Denis-Straße, die von der Queichheimer Brücke in südlicher Richtung zum neuen Wohnpark am Ebenberg führt, ist komplett von Baggern umgegraben. Derzeit haben dort die Mitarbeiter der Schollenberger Kampfmittelbergung GmbH aus Celle das Sagen, die auch schon den Wohnpark am Ebenberg sondiert und dort kürzlich weitere zwei Fliegerbomben zutage gefördert hatten. Die Straße war vor der Gartenschau nicht zuletzt auf Druck des Rechnungshofes aus Kostengründen nur provisorisch hergestellt worden. Dafür waren rund 90.000 Euro aufgewandt worden. Lediglich der zwei Millionen Euro teure Verkehrsknoten Rheinstraße-Maximilianstraße-Paul-von-Denis-Straße an der Queichheimer Brücke war bereits komplett fertiggestellt worden. Nun werden voraussichtlich bis Juli für rund 900.000 Euro Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt. Komplett fertiggestellt wird die Straße aber erst später; zunächst dient sie als Baustraße für den Wohnpark. Wie wiederholt berichtet, ist die Trasse auch als Teil einer neuen Südtangente im Gespräch, die möglicherweise einmal Weißenburger Straße, Schlossstraße, Marienring und Rheinstraße vom Verkehr entlasten soll. Nahezu komplett verschwunden ist bereits ein alter Bahnschuppen, der zum Güterbahnhof gehört hatte. An seiner Stelle soll ein dreistöckiger Neubau für die Polizei errichtet werden. Von dem ausgebrannten Gebäude, in dem sich die Diskothek Voodoo-Club befunden hatte, stehen dagegen noch immer Reste. Komplett verschwunden ist die ehemalige Obstmarkthalle auf dem gegenüberliegenden Grundstück. Dort, wo Reihenhäuser geplant sind, liegen nur noch große Haufen zu Schotter verarbeiteten Bauschutts.