Landau
Panzerhalle wird jetzt umgebaut
„Im Alter von 75 Jahren soll man sein Erscheinungsbild nicht mehr ändern“, findet Christian Bösherz. Nach Ostern beginnt der Umbau der ehemaligen Panzerhalle im Wohnpark am Ebenberg. Sie soll ihr äußeres Aussehen weitgehend beibehalten.
„Im Alter von 75 Jahren soll man sein Erscheinungsbild nicht mehr ändern“, findet Christian Bösherz. Nach Ostern beginnt der Umbau der ehemaligen Panzerhalle im Wohnpark am Ebenberg. Sie soll ihr äußeres Aussehen weitgehend beibehalten. In der 1944 errichteten ehemaligen Panzerwerkstatt sind 15 Eigentumswohnungen geplant, die als Haus im Haus in die alte Hülle gestellt werden. So hat es Architekt René Krüger beim Spatenstich zum Umbau erklärt (wir berichteten ausführlich am 13. Dezember 2018). In zwei Neubauten auf demselben Grundstück sind weitere 24 Wohnungen geplant, 16 davon als sozialer Wohnungsbau. Zuvor müssen allerdings noch 7000 Kubikmeter Erde ausgehoben werden für eine Tiefgarage. Von den insgesamt 39 Wohnungen sind laut Bösherz bereits 36 verkauft.Dass die Halle überhaupt noch steht, sei Architekt Dirk Lampe zu verdanken, der sich für den Erhalt des eigentlich schon zum Abriss vorgesehenen Baus eingesetzt hatte, erinnerte Investor Bösherz. Die Entscheidung im Stadtrat war knapp ausgegangen – 22 zu 19. Bösherz will nun mit der Sanierung beweisen, dass sie richtig war.
„Bunter sozialer Mix“
Für Oberbürgermeister Thomas Hirsch ist das Projekt ein gutes Beispiel für den „bunten sozialen Mix“, den die Stadt sich im Wohnpark und im gesamten Stadtgebiet wünscht. „Wir brauchen die Breite des Angebots“, so Hirsch. Neben 75 Jahren Panzerhalle gibt es ein weiteres Jubiläum, erinnerte der Oberbürgermeister: Vor 25 Jahren seien die französischen Streitkräfte aus Landau abgezogen. Sie haben drei Kasernen, hunderte von Wohnungen und etliche Sonderbauten hinterlassen. Deren Konversion sei eine große Herausforderung gewesen, die aber so weit bewältigt sei, dass in den meisten Fällen die militärische Vergangenheit nicht mehr offenkundig sei. Nach Hirschs Angaben sind im Wohnpark, der zuvor Gartenschaugelände war und davor die Kaserne Estienne & Foch, bereits 360 Wohneinheiten entstanden. 260 weitere seien bereits genehmigt.
Baudezernent Maximilian Ingenthron hob die hohe städtebauliche Qualität der Planung hervor und sprach von einer Visitenkarte des Wohnparks. Die Fertigstellung soll bis Ende 2020 erfolgen.