Landau Palmarini im zweiten Anlauf

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„Wacht auf und wählt FDP“ – steht auf einem alten Wahlplakat im Büro des Landauer Ortsvereins. Nikolas Palmarini aus Edenkoben ließ sich davon bei seiner Rede an die Parteigenossen am Freitagabend inspirieren: „Wir werden miserabel regiert und müssen wieder in den Landtag.“ Das zeigte Wirkung. Mit großer Mehrheit wurde er zum Kandidaten im Wahlkreis 50 für die Landtagswahl 2016 gewählt.

Im Strohhut wurden die Stimmen der 20 Wahlberechtigten gesammelt. Von den 20 möglichen erhielt der ohne Gegenkandidat angetretene gebürtige Münchner 19 Ja-Stimmen, bei einer Enthaltung. „Die Musik hättet ihr nicht extra besorgen müssen“, witzelte der Kandidat mit Verweis auf die nahe Bühne beim Landauer Sommer. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Volker Wissing, vergangene Woche in Niederhorbach zum Kandidaten für den Wahlkreis 49 gewählt, gratulierte seinem Parteifreund und freut sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit. Ein Ersatzkandidat wurde nicht gewählt. Der 42-jährige Palmarini, Vater von zwei Jungs und einem Mädchen, schaffte 2011 den Einzug in den Landtag nicht. Die FDP ist dort nicht mehr vertreten. Der Vorsitzende des Schlittschuhclubs in Edenkoben ist von den Stärken der Partei überzeugt: „Wir sind eine freiheitsliebende Partei.“ Während er sich damit auf die alten Stärken der FDP beruft, schwappt die gute Stimmung auch auf die anderen Parteimitglieder über. Als seine eigene Stärke bezeichnet der Unternehmer seine kommunikative Art. Für den Wahlkampf setzt Palmarini Themen wie frühkindliche Bildung auf die Agenda. Auch soll der Unterschied zwischen akademischer und beruflicher Bildung verkleinert werden: „Die berufliche Ausbildung muss attraktiver werden.“ Wichtig sind für den „Familienmenschen“ auch die Verbesserung der digitalen und „geteerten“ Infrastruktur in Rheinland-Pfalz. Energiepolitik und „zentrale Steuerung des Energiesystems“ wolle er ebenfalls angehen. Auch die Energiepolitik spiele bei der FDP eine große Rolle, betonte Palmarini. Den Einzug in den Landtag hält Palmarini für realistisch: „Wir machen keine Prozentangaben, aber der Einzug in den Landtag ist das ernannte Ziel.“ Immer wieder höre er auf der Straße, dass die Wähler eine liberale Kraft zurück wollten. Seiner Partei traut er auch die Regierungsbildung zu. Eine Tendenz für einen möglichen Koalitionspartner gibt er dabei aber nicht an, denn man könne mit allen Parteien koalieren. Der „Wahlkampf beginnt schon morgen.“ (totö)

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