Landau Oberbürgermeister: Haushalte brauchen Notfall-Vorräte

Kerzen, Streichhölzer, Taschenlampe und Vorräte sollten immer im Haus sein.
Kerzen, Streichhölzer, Taschenlampe und Vorräte sollten immer im Haus sein.

Falls es im Winter zu einem Stromausfall kommen sollte, muss auch die Bevölkerung vorbereitet sein. Darauf hat Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch hingewiesen, der einen Krisenstab für einen solchen Fall eingerichtet hat. Hirsch rät dringend dazu, sich auf mögliche Krisenszenarien vorzubereiten, „etwa durch ausreichende Bevorratung von Lebensmitteln, Taschenlampen, Kerzen und Co. Die Verwaltung wird nicht für alle Notlagen bereitstehen oder Angebote geben können“. Die Stadt wolle keine Panikmache betreiben, doch „die aktuelle Lage in Europa macht es erforderlich, dass wir uns mit Szenarien beschäftigen, die vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wären“, so der Oberbürgermeister.

Zur Warnung der Bevölkerung hat Landau bereits für 160.000 Euro seine Sirenen-Infrastruktur erneuert. „In Landau ist es ab sofort möglich, zusätzlich zu den Warn-Apps Katwarn und Nina sowie über Lautsprecherdurchsagen auch einzelne Sirenen im Stadtgebiet gezielt auszulösen, um ein bestimmtes Gebiet zu warnen“, erläutern Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Dirk Hargesheimer und der Leiter der Abteilung Brand- und Katastrophenschutz, Stefan Krauch.

Tipps zur Vorratshaltung

Damit die Menschen die Sirenentöne kennenlernen, will die Stadt in den kommenden Wochen Flyer an alle Haushalte verteilen. Neben Informationen zu verschiedenen Warnmitteln und Verhaltenshinweisen enthalten diese auch einen QR-Code, den man einscannen kann, um die Sirenentöne probezuhören. Weitere Informationsveranstaltungen und Flyer sind geplant. Grundlage für die Hilfe zur Selbsthilfe der Bevölkerung im Katastrophenfall sind die Hinweise und Checklisten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), die beispielsweise auf der Internetseite www.bbk.bund.de zu finden sind. Dort gibt es Hinweise, welche und wie viele Lebensmittel man einlagern sollte, und was man sonst noch braucht, wenn es beispielsweise einmal einen großen Stromausfall, ein Unwetter oder sonstige Probleme gibt.

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