Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer Radweg schließt Lücken

Um Platz für einen 2,50 Meter breiten Radweg am Rand des Goetheparks zu schaffen, sind Bäume gefällt worden.
Um Platz für einen 2,50 Meter breiten Radweg am Rand des Goetheparks zu schaffen, sind Bäume gefällt worden.

An der Schlossstraße hat an der Spitze des Landauer Goetheparks der Neubau eines Radwegs begonnen. Er soll mehrere Radwege miteinander verknüpfen, die im Park zusammenlaufen und eigentlich die Bahngleise mittels der vorhandenen Unterführung im Park unterqueren sollten.

Diese Pläne hatten sich zerschlagen, weil die Bahn anstelle eines Ausbaus der Unterführung mit befahrbaren Rampen einen kompletten Neubau gefordert hatte. Bevor Lukas Hartmann (Grüne) Verkehrsdezernent wurde, hatte seine Fraktion sogar für eine Radbrücke über die Queichtalbahn plädiert, doch die hätte sehr hoch werden müssen und daher viel zu lange Rampen erfordert.

Die Stadt will mit dem kurzen Radwegestück eine Alternative und eine Verbindung unter anderem am Savoyenpark vorbei zum neuen Radweg in der Xylanderstraße schaffen. Der Plan stößt auf Ablehnung der Initiative pro Baum, weil er sechs bis sieben Bäume koste, so Andreas Barlang, der auch stellvertretender Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Südpfalz ist. Nach seiner Überzeugung hätten die Bäume erhalten werden können. Dazu hätte die Stadt lediglich auf den Bürgersteig verzichten müssen. Das wäre möglich gewesen, weil es nur wenige Meter weiter im Park einen gleichwertigen Fußweg gebe. Alternativ hätte die Stadt den neuen Radweg auch für Fußgänger freigeben können.

Nach Angaben von Mobilitätsdezernent Lukas Hartmann (Grüne) kostet der neue Radweg weniger Bäume, als dies beim Ausbau der Unterführung der Fall gewesen wäre. Barlang warf der Stadt vor, immer wieder gesunde Bäume zu opfern. Hartmann entgegnete, es gebe jetzt mehr Bäume in der Stadt als vor seiner Zeit.

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