Landau
Neue Verkehrsregelung sorgt für Verwirrung
Die vier neuen Einbahnstraßen in der Landauer Innenstadt sind noch nicht tief im Bewusstsein der Autofahrer verankert. An der Hauptpost sind am Mittwoch Mittag bei einer kurzen Stichprobe innerhalb von nicht einmal zwei Minuten vier Autos in der Weißquartierstraße weiter geradeaus gefahren, anstatt nach rechts in die Ostbahnstraße abzubiegen. Sie wurden dadurch zu Falschfahrern. Das würde bei Kontrollen mit 50 Euro geahndet.
Verkehr gegenläufig
Seit Montag hat die Stadtverwaltung die Regeln geändert. Die Weißquartierstraße kann vom Süden her nur noch bis zur Ostbahnstraße befahren werden. Aus Norden gilt dies ebenfalls, sodass der Verkehr in die Ostbahnstraße zwischen Sparkasse und Post mündet. Die parallel verlaufende Reduitstraße kann nur noch von der Ostbahnstraße aus Richtung Süden und Richtung Norden befahren werden. Ab der Queich am Hafermagazin Richtung Trotzkopf ist die Strecke Einbahnstraße. Umgekehrt dürfen Autofahrer aus dem Norden am Gloria nicht mehr in die Reduitstraße einbiegen. Sie müssen geradeaus fahren, haben an der Ecke Industrie-/Weißquartierstraße Vorfahrt und biegen dann links ab, um ebenfalls zwischen Sparkasse und Post zu landen. Die Fahrtrichtungen sind also in vier kurzen Einbahnstraßen gegenläufig. Damit soll verhindert werden, dass beide Straßen als Durchgangsstraßen benutzt werden. Dafür ist der Ostring vorgesehen.
Viele Leute regen sich über die Änderungen auf. Kritisiert wird auch die Vorfahrtsregel an der Ecke Industrie-/Weißquartierstraße. In der Industriestraße werde nun schneller gefahren, berichtet ein Leser. Und wer einen Parkplatz suche, müsse mehrmals um den Block fahren. Beigeordneter Hartmann hatte der RHEINPFALZ gesagt, er rechne zwei bis vier Wochen, bis sich die Autofahrer an die neuen Fahrtrouten gewöhnt hätten.