Landau / Edenkoben Nach Großeinsatz: Staatsanwaltschaft klagt Edenkobener an
Die Landauer Staatsanwaltschaft hat vor dem Amtsgericht Anklage gegen einen Edenkobener wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte in einem besonders schweren Fall, Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz erhoben. Das berichtet Oberstaatsanwältin Anne Herrmann auf Anfrage.
Bis zu fünf Jahre Haft drohen
Der Mittfünfziger hatte im Juni für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Der Mann war von einem Gerichtsvollzieher besucht worden und hatte diesen sowie zur Unterstützung angerückte Polizeibeamte mit einer Machete bedroht. Die Beamten haben daraufhin Unterstützung angefordert. Unterdessen ist der Mann geflohen, die Polizei suchte mit einem Großaufgebot inklusive eines SEK nach ihm. Bei der Durchsuchung des Anwesens wurde Munition gefunden. Nach Informationen der RHEINPFALZ gibt es auch Verbindungen des Mannes ins Reichsbürger-/Querdenker-Milieu.
Im Fall einer Verurteilung erwartet den Mann laut Herrmann eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Das Landauer Amtsgericht teilt auf Anfrage mit, dass die Anklage noch nicht zugelassen worden sei. Noch laufe die Einlassungsfrist des Angeklagten, mit einer Entscheidung sei in bis zu zwei Wochen zu rechnen, sagt Direktorin Michaela Winstel.