Landau Mut und Persönlichkeit im Bus

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„Rechtzeitig aus Konflikten aussteigen“ oder „richtiges Helferverhalten“ lernen und anwenden. Das ist die oberste Priorität bei der Ausbildung als Busbegleiter für Schüler an Schulen. In diesem Jahr feiert das Projekt „Bus- und Schulwegbegleiterausbildung“ seinen zehnten Geburtstag am Alfred-Grosser-Schulzentrum in Bad Bergzabern.

Und das wurde mit allen Beteiligten kräftig gefeiert. Ludwin Michels, Schulleiter der Realschule Plus, überreichte den neuen Busbegleitern eine Urkunde, einen Ausweis und ein hellblaues T-Shirt. Die Urkunde sei eine große Anerkennung und solle unbedingt in das Portfolio zur späteren Berufs-Wahl gesteckt werden, riet er. Babette Latour, Kristin Traut und Jule Diedrichsen (alle 13) aus der siebten Klasse, sind frisch gebackene Busbegleiter und noch etwas aufgeregt. „Im April hatten wir eine zweitägige Ausbildung. Das war interessant und sehr hilfreich. Nun bin ich gespannt, das Gelernte anzuwenden“, erzählt Babette. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von der Psychologin Jutta Barner-Grüber im Auftrag des Verkehrsbunds Rhein-Neckar (VRN) in Karlsruhe. Die Mediatorin entwickelte vor etwa 14 Jahren einen Leitfaden unter dem Motto „ Cool sein – cool bleiben“. „Schüler sollen sich zum Beispiel sicher in den Bussen fühlen und Verhaltensregeln lernen, wie keinen Streit anzuzetteln oder Drängelei zu veranstalten“, erklärt Barner-Grüber. Die Mütter Heike Luber aus Freckenfeld und Cornelia Janscheidt aus Hergersweiler aktivierten das Konzept am Schulzentrum. Unterstützung gibt es von den Lehrern Peter Sturm und Falk Rosenkranz. Von der Kreisverwaltung steht Lothar Zimmermann, zuständig für Schülertransporte, mit Rat und Tat zur Seite. Das Projekt bedarf Mut und Persönlichkeit. „Spannend ist, dass das Gelernte nicht nur im Bus angewandt wird. Ihre Persönlichkeit wird stärker und sie werden selbstbewusster“, sagt Peter Sturm, der das Projekt seit acht Jahren betreut. Jule Wagenbrenner, Malin Monhardt und Marie-Louise Büchler, alle neunte Klasse des Gymnasiums, sind seit zwei Jahren dabei. Letztere ist sich sicher: „Wir alle würden die Ausbildung jederzeit wieder machen, sie war für uns sehr wertvoll. Das merken wir jeden Tag, wenn wir als Begleiter mit dabei sein.“ |alve

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