Landau Miss Germany: Landauerin Betül Yönak-Bein in den Top 40
Berlin, Innsbruck und zweimal München – das ist das Reise-Programm, das Betül Yönak-Bein in den nächsten Wochen absolvieren wird. Die Hälfte dieser Reisen verdankt sie dabei dem Wettbewerb. Die 29-jährige Wahl-Landauerin und Gründerin der Firma Bedrop freut sich über die vielen neuen Erfahrungen und die Leute, die sie dabei kennenlernen kann.
Als die Entscheidung bekannt gegeben wurde, hätten sich viele der anderen Kandidatinnen bei ihr gemeldet, erzählt Yönak-Bein, und sie hätten über die jeweiligen Gründe für ihre Teilnahme gesprochen. „Bei dem kleineren Feld ist der Kontakt jetzt noch viel inniger.“ Divers ist das Feld auch in der kleineren Gruppe noch. Von Themen wie psychischer Gesundheit und Mutterschaft, von Unternehmerinnen bis zu Aktivistinnen und Influencerinnen sei alles dabei, denn Miss Germany ist schon lange kein Schönheitswettbewerb mehr. Es geht darum, Vorbild sein zu können und eine Mission zu haben. Ihre eigene ist es, die Relevanz von Bienen zu zeigen und zu deren Schutz beizutragen. Warum die Entscheidung letztlich auf sie fiel, weiß Yönak-Bein nicht, denn eine Erklärung gibt es nicht. Überhaupt erhalte man viele Informationen erst kurz vorher, Vorbereitungszeit bleibe oft nicht. „Das macht den Wettbewerb spannend.“
Vorbild für Schüler
Spannend ist auch der Termin in Berlin. Dort wird die Unternehmerin einen von vielen Vorträgen halten, der Schülern bei der Berufsorientierung helfen soll. Auch hier ist das Feld der Redner ausgefallen – sogar ein Astronaut werde da sein, erzählt Yönak-Bein aufgeregt. „In meinen Freundschaftsbüchern stand als Berufswunsch immer Astronautin.“ Am Ende kam es anders, und das ist es auch, worüber sie reden möchte. Sie habe es geschafft, eine Firma zu gründen, obwohl sie aus einer kleinen Stadt komme und mit Psychologie etwas vollkommen anderes studiert habe. Wichtig sei es, zielstrebig zu sein. Das möchte sie auch den Schülern mit auf den Weg geben.
Manchmal sei ihr Kalender jetzt tatsächlich so voll, dass es zu Überschneidungen komme, sagt Yönak-Bein. So müsse sie beispielsweise von der Start-up Messe in Innsbruck direkt zur Hercareer in München fahren, einer Veranstaltung, in der es um weibliche Karrieren und das Schaffen von Netzwerken geht. Sie sei nach wie vor glücklich über die Entscheidung zur Teilnahme. Jetzt hofft sie darauf, auch bei der Münchner Messe einen guten Eindruck zu machen. Unter anderem werden die Bewerberinnen auf dem Podium sich und ihre Mission vorstellen. Ob es für sie im Wettbewerb weitergeht, wird sich dort zeigen.