Annweiler Ministerin: Planung für B10-Tunnel kann schneller starten
Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) verspricht einen großen Fortschritt für den vierspurigen Ausbau der B10. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, entfällt laut Schmitt ein Verfahrensschritt. Das werde den Prozess um ein bis zwei Jahre beschleunigen, weil früher mit der Planung eines zweiten Tunnels zwischen dem Wellbachtal und der Anschlussstelle Annweiler-Ost begonnen werden könne.
Konkret handelt es sich den Angaben zufolge um den Wegfall des Linienbestimmungsverfahrens für den Tunnelabschnitt. Das Verfahren wird im Straßenbau in der Regel nach dem Raumordnungsverfahren angewendet, um den genauen Verlauf einer Straße oder eines Radwegs zu ermitteln. Ob das Verfahren zur Anwendung kommt, darüber entscheidet das Fernstraßen-Bundesamt. Dieses habe die Landesregierung angeschrieben. Das Amt habe Mitte August mitgeteilt, dass das Linienbestimmungsverfahren im Fall des zweiten B10-Tunnels nicht notwendig sei, so das Ministerium.
Wie berichtet, hatte das Land im Sommer eine Tunnelvariante präsentiert, die es dem Bund zur Prüfung vorlegen werde. Name: B1+. Die Bezeichnung steht für einen 5,3 Kilometer langen, zweispurigen Basistunnel zwischen Queichhambach und der Anschlussstelle Wellbachtal Richtung Pirmasens. Nördlich von Queichhambach verläuft die Straße laut Planung zunächst in einer Senke. Die tiefergelegte Trasse unterquert sowohl die K4 nach Gräfenhausen als auch die Bahnlinie. Ab der Querung der Queich wird die Straße auf die aktuelle B10-Höhe geführt. Die bestehende Tunnelstrecke bleibt für den Verkehr Richtung Landau erhalten. Kalkuliert ist die Ausbauvariante mit Kosten von 257 Millionen Euro.