Landau RHEINPFALZ Plus Artikel „Mein Lokal, dein Lokal“: Veganes Restaurant „Ich bin so frey“ tritt bei TV-Wettstreit an

Thomas Walter aus Römerberg schaut Janine Gab beim Kochen über die Schulter.
Thomas Walter aus Römerberg schaut Janine Gab beim Kochen über die Schulter.

Das Landauer Restaurant „Ich bin so frey“ hat bei der Fernsehsendung „Mein Lokal, dein Lokal“ mitgemacht. Als veganes Restaurant setzt es sich deutlich von den anderen Kandidaten ab. Auch deshalb ist die Gastgeberin aufgeregt.

Fernsehfahrzeuge parken in der Königstraße, ein Schild warnt Besucher wegen der Dreharbeiten vor. Im Inneren drängen sich die Kameras in den hinteren Teil des kleinen Restaurants; Stative, Kabel und Scheinwerfer machen den Weg zur Toilette zum Slalomlauf. Es kommt nicht alle Tage vor, dass sich das überregionale Fernsehen für Landau interessiert. Doch am Mittwoch war die Kabel1-Sendung „Mein Lokal, dein Lokal“ zu Gast in der Südpfalz, genauer gesagt in Janine Gabs „Ich bin so frey“. Die Landauerin tritt gegen vier Konkurrenten aus der Region an, denn bei dem Format gilt es, den besten Gastronom und das beste Lokal zu küren. Durchsetzen muss sie sich gegen das Ludwigshafener „Turmrestaurant“, das Weinheimer Restaurant „SO“, den Ellerstadter „Lieblingsgriechen“ und den Römerberger Landgasthof „Zum Engel“.

Den Betrieb übernahm die 28-Jährige Gab im Spätjahr 2021 von der damaligen Besitzerin Margit Frey, einer Pionierin der Landauer Gastronomie. Denn auch damals hatte das „Ich bin so frey“ schon ein ausschließlich veganes Angebot, das heißt, es verzichtete bei der Zubereitung seiner Speisen auf jegliche tierische Produkte. Das war in der Größenordnung etwas vollkommen Neues. Andere Restaurants hatten zwar auch eine vegane Auswahl, aber eine rein vegane Küche gab es zu diesem Zeitpunkt nirgends sonst. „Ich war auch schon gerne hier essen, bevor ich es übernommen habe“, sagt Gab. Deshalb übernahm sie die besondere Ausrichtung auch von ihrer Vorgängerin und machte doch auch etwas eigenes, aus dem ehemaligen Café wurde ein Restaurant. Es zeichne sie aus, dass viele der Speisen hausgemacht seien. Zum Beispiel die Burger. „Unsere Brötchen und Patties machen wir selbst“, sagt Gab stolz. Das komme gut an.

Gastgeberin ist aufgeregt

Während vorne Gäste bestellen, essen und trinken, denn als zusätzliche Schwierigkeit wird die Sendung während des laufenden Betriebs aufgezeichnet, kümmert sich Janine Gab in der Küche um das Dessert. Mit dabei ist Thomas Walter, der Chef des Landgasthofs „Zum Engel“. Gekocht werden eine Vorspeise, ein Hauptgang und ein Dessert – und immer schaut ein anderer Gastronom dem jeweiligen Gastgeber auf die Hände. Dass sie teilnimmt, hat sie ihrer Social Media-Managerin zu verdanken, gesteht Janine Gab. „Ich selbst hätte mich das nicht getraut.“ Dementsprechend aufgeregt sei das Team, allen voran sie. Doch sie gibt sich zuversichtlich. „Wir machen einfach alles wie immer“, dann gehe es schon gut.

Ihre Chancen kann die Restaurantbesitzerin selbst nicht recht einschätzen. „Wir haben eine deutlich andere Küche“, sagt Gab mit Blick auf die anderen Teilnehmer. Und veganes Essen komme ja nicht bei allen gut an. Da sie sich außerdem selbst vegan ernährt, sei das sicherlich auch für die anderen Teilnehmer eine Herausforderung gewesen. Doch sie habe das Gefühl, dass ihre Konkurrenten dem gegenüber offen seien. Ob sich das auch in der Endbewertung niederschlägt, davon können sich Interessierte im Mai überzeugen, wenn die Folge im Fernsehen ausgestrahlt werden soll.

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