Landau Linkes Bündnis demonstriert für bessere Entlastung von Heizkosten

Das Bündnis gegen das Frieren demonstriert beim Luther-Denkmal auf dem Stiftsplatz.
Das Bündnis gegen das Frieren demonstriert beim Luther-Denkmal auf dem Stiftsplatz.

[Korrektur: fehlende Uhrzeit ergänzt]Soll ich schon heizen oder halte ich es noch mit zwei Pullis und einer Decke aus? Kann ich duschen oder muss Deo reichen? Muss ich zum vierten Mal die Woche Nudeln mit Tomatensoße essen? Mit einer Kundgebung „Demonstrieren statt frieren“ will ein Bündnis um die Partei Die Linke am Freitag, 18. November, 18 Uhr, in Landau auf dem Stiftsplatz für Aufmerksamkeit sorgen. Angemeldet ist eine Veranstaltung mit rund 100 Menschen. Mit dabei sind die Gewerkschaft Verdi, der Asta der Uni und das Offene Antifaschistische Treffen Landau. Linke-Vorstand Jens Schwaab fordert unmittelbare und gezielte Entlastungen vor allem für die unteren Einkommensklassen und die Mitte. Bezahlt werden könne das mit einer Übergewinnsteuer und einer Vermögensabgabe, denn es gebe „Menschen die aktuell enorm von der Krise profitieren, während anderen die Luft ausgeht“. Daher müsse auch die kritische Infrastruktur des Energiesektors in gesellschaftliche Hand.

Schwaab hält weder etwas von Gesprächen mit Russland über eine Wiederaufnahme von Energielieferungen, wie dies derzeit gelegentlich aus rechten Kreisen zu hören ist, noch findet er längere Laufzeiten der Atomkraftwerke zielführend, wohl aber einen deutlich schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien.

Ähnliche Kundgebungen hat es auch schon in anderen Städten gegeben, unter anderem in Berlin, Magdeburg, Leipzig und Regensburg. Es gab aber auch schon Demos mit ähnlichen Slogans, bei denen die rechte Szene unter anderem gegen Russland-Sanktionen und Corona-Schutzmaßnahmen auf die Straße gegangen ist, beispielsweise in Hamburg. Schwaab betont, dass sich die Veranstalter in Landau nicht vor den Karren von Querdenkern und rechten Parteien spannen lassen werden. Deren Vertreter seien auf der Kundgebung nicht erwünscht. „Wir behalten uns vor, Menschen mit rechter Symbolik oder Anhänger rechter Parteien der Kundgebung zu verweisen“, so der Linken-Vertreter.

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