Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Landauer Team schafft es in Sat.1-Backshow eine Runde weiter

Alexander Scheid und seine Teamkollegin entführten die Jury auf einen süßen Trip durch New York.
Alexander Scheid und seine Teamkollegin entführten die Jury auf einen süßen Trip durch New York.

Eine zusammengefallene Torte und viel zu wenig Geschmack – in der zweiten Folge der Sat1-Backshow „Das große Backen – die Profis“ ging am Sonntag einiges schief. Auch der Landauer Konditor Alexander Scheid machte Fehler. Konnte Team Grün trotzdem punkten?

Am Ende der zweiten Runde der Sat1-Backshow hatte das Südtiroler Konditoren-Duo (Team Gelb) die Nase vorn. Die Aufgabe: Aus ihnen zuvor unbekannten Zutaten sollten die zehn Kandidaten in nur zweieinhalb Stunden eine Torte kreieren. Matcha – ein zu Pulver gemahlener Grüntee, der in der japanischen Teezeremonie verwendet wird – musste die geschmackliche Hauptrolle spielen. Alexander Scheid, Chef der Landauer Pâtisserie Theodor, hatte Bammel: „Ohne Rezept zu backen – auf einer Skala von null bis zehn liegt der Schwierigkeitsgrad hier bei elf“, sagte der 29-Jährige in der Show. Der Beruf des Konditors habe viel mit Planung zu tun, deshalb sei diese Aufgabe Folter, fand er. Das Freestyle-Backen verlangte allen Konditoren jede Menge Improvisation, Kreativität und Zeitmanagement ab. Vor allem die richtige Menge Matcha-Pulver blieb ein Ratespiel.

Und als Moderatorin Enie Van De Meiklokjes nach Ablauf der Zeit dazu aufforderte, die Hände vom Gebäck zu nehmen, schockierte ein Backwerk die Runde: Das Konditorenpaar aus dem Schwarzwald (Team Rot) hatte seiner Tortencreme zu wenig Gelatine hinzugefügt – der Kuchen war wortwörtlich davongelaufen. Auch das Rezept von Alexander Scheid und Veronika Mader (Team Grün) war nicht ohne Fehler. Ihre Kreation war eine glasierte Schoko-Matcha-Torte mit Brownie-Sacherboden, weißem Schoko-Matcha-Mousse, Macadamia-Pralliné und Waffelbruch als Dekor. Doch Scheid rührte das grüne Matcha-Pulver mit kaltem statt heißem Wasser an. Die Folge: Der Geschmack kam nicht raus. Visuell war die Torte zwar hervorragend, doch geschmacklich konnte das bayerisch-pfälzische Duo nicht punkten. Mit 17 von möglichen 30 Punkten landeten Scheid und seine Kollegin auf dem vierten Platz.

Am Ende knappe Entscheidung

Konnten sie diesen bescheidenen Start in der zweiten Runde wettmachen? Gefragt war hier nicht nur Handwerks-, sondern auch Unterhaltungskunst. Neben einem Schaustück aus Schokolade – einer Kopie eines berühmten Bauwerks –, galt es beim „Live-Plating“ zehn verschiedene Pâtisserie-Köstlichkeiten vor der Jury anzurichten und dazu eine Geschichte zu erzählen. Thematisch sollte alles zum Bauwerk passen. Scheid und Mader entschieden sich für einen Streifzug durch New York. Das Duo spielte mit typisch amerikanischen Geschmäckern: Cornflakes-Creme, Cheesecake-Mousse und salziges Popcorn-Krokant. Schaustück war das aus 35 Kilogramm Schokolade entstandene Chrysler Building. Dafür hatte das Team zuvor eigens Silikonformen hergestellt. Juror Günther Koerffer, schwedischer Hofkonditor, kritisierte das Werk als Materialschlacht. Für seinen Geschmack war es zu viel Schokolade. Außerdem fand er die Arbeit unsauber gestaltet. Team Rot punktete dagegen mit einer Nachbildung des Kölner Doms, Team Gelb mit der Rialtobrücke Venedigs. Die zwei anderen Teams (Schwarz und Lila) hatten sich jeweils Berliner Wahrzeichen zum Vorbild genommen.

Am Ende wurde es knapp: Nur ein kleiner Vorsprung (40 zu 38 Punkten) entschied darüber, dass Scheid und Mader in der Show bleiben durften. Das Schwarzwälder Duo hingegen wurde nach Hause geschickt. Team Schwarz holte sich den zweiten, Team Lila den dritten Platz. „Geschmacklich 100 Prozent phänomenal umgesetzt“, bewertete Juror Christian Hümbs die zehn Pâtisserie-Köstlichkeiten von Scheid und Mader. Koerffer lobte das „wunderbare Geschmackserlebnis“. Und Jurorin Bettina Schliephake-Burchardt sagte zu Scheid und Marder: „Das ist eure Stärke, da lebt ihr drin, da habt ihr Spaß dran.“

Info

Ab Montag bietet Scheid in seiner Pâtisserie für eine Woche die Torte aus der Überraschungschallenge im Mini-Format an – mit Macha, Yuzu und Macadamianuss.

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