Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Landauer Impfzentrum kann Betrieb aufnehmen

„Herzlich Willkommen“, heißt es ab Montag im Landauer Impfzentrum.
»Herzlich Willkommen«, heißt es ab Montag im Landauer Impfzentrum.

Das Landauer Impfzentrum ist startbereit, ab Montag kann es losgehen. Wirklich, denn es ist schon Impfstoff da. Zudem erklärt Oberbürgermeister Thomas Hirsch, wie sichergestellt ist, dass sich niemand vordrängelt.

Die Flaggen von Bund und Land hängen – es kann also losgehen: Das Landesimpfzentrum in der Landauer Albert-Einstein-Straße ist betriebsbereit. Ab Montag gehen, wie geplant, drei Impfstraßen in der Südpfalzmetropole an den Start. Das verkünden Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch und Kreisbeigeordneter Georg Kern am Mittwoch vor Ort. Kern vertritt Landrat Dietmar Seefeldt, der wegen einer Corona-Infektion nicht vor Ort sein kann. Im Prinzip könnte man in Landau auch sofort mit der Impfung beginnen.

Denn der Impfstoff ist bereits angekommen. 800 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs für Menschen unter 65 Jahren sind im Zentrum, sagt Hirsch. Das reiche für vier Tage, ergänzt Co-Impfkoordinator Bastian Dietrich. In der nächsten Zeit soll laut Hirsch auch der für ältere zugelassene – und wirksamere – Biontech-Impfstoff angeliefert werden. Bei Bedarf könnten in Landau bis zu 3072 Menschen pro Tag geimpft werden – wenn das Impfzentrum 16 Stunden geöffnet ist. Bei einem Acht-Stunden-Tag mit Öffnungszeiten von 8 bis 16 Uhr können maximal 1536 Menschen geimpft werden, teilt die Stadtverwaltung auf Nachfrage mit.

Taxi-Shuttle wird eingerichtet

Auch bei der Terminvergabe gibt es eine Neuerung: Es wird künftig Sammeltermine in den Impfzentren für Berufsgruppen wie mobile Pflegekräfte geben. Im Einzugsbereich des Zentrums leben rund 150.000 Menschen – Bewohner der Verbandsgemeinde Maikammer können sich auch in Neustadt impfen lassen.

Diese Menschen können per Auto – es gebe genügend Parkplätze, betont Hirsch – per Bus oder per Bahn anreisen. Für Nutzer der Buslinien sei seit Mittwoch eine eigene Bushaltestelle beim Impfzentrum eingerichtet worden. Das Zentrum liege, so Hirsch, in der Nähe des Bahnhofs. Aber: Ein Taxishuttle vom Bahnhof zum Zentrum und zurück werde ebenfalls eingerichtet.

Das Flughafenprinzip

Betritt man das Zentrum, wird zuerst Fieber gemessen und geprüft, ob der Impfinteressent denn eine Maske trägt. Danach geht’s zur Anmeldung – oder in den Wartebereich davor. „Wir haben hier sogar WLan“, sagt Hirsch. Langeweile sollte während der Wartezeit also nicht aufkommen. Und: Der Wartebereich ist nach innen verlegt worden – das hat man vom Wörther Impfzentrum gelernt. Die kahle, zweckmäßige Einrichtung soll übrigens durch eine Ausstellung unter Leitung der Uni aufgehübscht werden, berichtet Stadtsprecherin Sandra Diehl. Zumindest in einem Wartebereich.

Im Impfzentrum gibt es drei Impfstraßen mit insgesamt 48 Impfboxen, vier Anmeldungen, drei Abmeldungen und zwei Aufklärungen. Die Menschen erhalten einfarbige Armbänder, mit denen sie Impfstraßen zugeordnet werden. Flughafenprinzip, hieß das bereits vor einigen Wochen. Auf dem Boden sind Pfeile in den jeweiligen Farben – eigentlich kann sich niemand verlaufen. Dennoch werde für den Fall der Fälle ausreichend Servicepersonal zur Verfügung stehen, versichern die Impfzentrum-Koordinatoren Stefan Krauch und Bastian Dietrich. Insgesamt bilden 20 Mitarbeiter das Stammpersonal, dazu sind während des Betriebs acht Sicherheitskräfte und 13 Personen aus dem medizinischen Bereich vor Ort.

Nach Impfung 15 Minuten warten

Nach der Anmeldung geht es weiter in einen zweiten Wartebereich, in dem sich im Idealfall zwölf Menschen sammeln sollen. Dann geht der Weg weiter zur Aufklärung und von dort in die Impfstraße mit zwölf Impfkabinen. Dort sind zusätzlich zwei größere Boxen für Rollstuhlfahrer.

Nachdem der Impfstoff verabreicht wurde, folgt der letzte Wartebereich im Impfzentrum. 15 Minuten sollen die Geimpften abwarten, ob eine Reaktion erfolgt. Bei Unwohlsein oder Kreislaufproblemen stehen Sanitäter und ein abgeschirmter Liegebereich bereit. Dann erfolgt der Check-out und man kann die Halle verlassen.

Wird keine Vordrängler geben

Falls am Ende eines Tages Impfstoff übrigbleiben sollte, werde dieser nicht verfallen, betont Landaus Oberbürgermeister. Es gebe vorbereitete Ruflisten von Menschen, die der ersten Prioritätsgruppe angehören. „Kein Oberbürgermeister oder Landrat wird geimpft, bevor er an der Reihe ist“, sagt Hirsch. Zuletzt hatte es Aufregung um vorgezogene Impfungen von Kommunalpolitikern, Amtsträgern und Polizisten in Sachsen-Anhalt gegeben.

Hirsch fordert die Menschen, die in der ersten Prioritätsgruppe eingeordnet sind, dazu auf, sich zu melden.„Egal ob über Telefon oder online, machen Sie einen Termin.“

Der Fieber-Check am Eingang ist obligatorisch. Hier Kontrolliert Dennis Bein die Temperatur bei Oberbürgermeister Thomas Hirsch.
Der Fieber-Check am Eingang ist obligatorisch. Hier Kontrolliert Dennis Bein die Temperatur bei Oberbürgermeister Thomas Hirsch.
Insgesamt gibt es 48 Kabinen in drei Impfstraßen.
Insgesamt gibt es 48 Kabinen in drei Impfstraßen.
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