Landau Landau: Unbekannte beschmieren Luther-Statue

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Vorher ... Foto: Stadt

Nochmal gut gegangen: Unbekannte haben die Luther-Statue an der Stiftskirche mit grüner Farbe zum Zombie gemacht. Doch der Spuk währte nur kurz.

Die Täter hatten das Denkmal beschmiert und das Wort Weed (Unkraut oder Drogen) auf die aufgeschlagene Bibel in der Hand des Reformators gesprayt. Ein Foto davon hatte der Landauer Aydin Tas auf Facebook veröffentlicht. Das Denkmal gehört der Kunststiftung der Stadt, um den Unterhalt kümmert sich die Abteilung Mobilität. Und deren Leiter Ralf Bernhard hatte sofort die Flotten Feger in Marsch gesetzt, die den Lack ohne Probleme mit Graffiti-Entferner, einem Lösungsmittel, abwischen konnten – nach Angaben der Stadtverwaltung spurenlos. Die Kosten dürften bei 50 bis 100 Euro liegen.

Das Denkmal wird immer wieder mal verfremdet, bisher stets ohne Beschädigungen. 2005 hatte eine junge Künstlerin Luther Christo-mäßig in 18 Quadratmeter weißen Stoff gepackt. Die Stiftskirchengemeinde hatte ihn Ende 2015 mit Packpapier und Kordel verschnürt, um ihn im folgenden Januar wieder zu enthüllen. Damit wollte die Gemeinde für Kursangebote werben, die einen frischen Blick auf Glaubensinhalte eröffnen sollten. 2017 hatte ein Kunstkurs des Trifels-Gymnasiums Annweiler dem Reformator einen Strickumhang umgelegt, Stichwort Urban Knitting, urbanes Stricken. Das hatten Passanten damals mit dem Lob „endlich mal Straßenkunst ohne Vandalismus“ bedacht.

Zum jüngsten Vorfall hätte Luther vielleicht gesagt: „Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis. “ Nicht von Luther, aber sehr passend: „Narrenhände beschmieren Tisch und Wände.“

Übrigens: Die Statue ist ein Werk von Martin Mayer, der auch die Landavia geschaffen hat. Sie ist 1996 aus Anlass des 450. Todestags des Reformators aufgestellt worden. Dafür hatte die Sparkasse 120.000 Mark gespendet. Eine nahezu identische steht in Mayers Heimatstadt Weißenburg in Bayern. Ein kleines Mayer-Werk, eine Frau beim Haarewaschen, schmückt den Landauer Rathaus-Innenhof.

und nachher.
und nachher. Foto: Iversen
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