Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Landau: Gustav Klotz gestorben

Kunst und Antiquitäten waren Leidenschaft und Hobby für Gustav Klotz, hier ein Bild aus dem Jahr 2007.
Kunst und Antiquitäten waren Leidenschaft und Hobby für Gustav Klotz, hier ein Bild aus dem Jahr 2007. Archivfoto: Thüring

Gustav Klotz ist nach langer Krankheit am Zweiten Weihnachtsfeiertag gestorben. In wenigen Tagen wäre er 83 Jahre alt geworden.

Sie hätten noch Pläne geschmiedet, welche Kunstausstellungen sie sich zu Jahresbeginn anschauen wollten, erzählt Manfred Daum, der Gustav Klotz eng verbunden war. Der Tod kam überraschend, wenn auch nicht unerwartet. Sein Vater habe noch viel Lebensmut gehabt und sei geistig fit gewesen, berichtet Sohn Marcus, aber gesundheitlich stark gebeutelt worden.

Schrott und Kunst waren die beiden Fixpunkte im Leben des Landauers, wie es in der RHEINPFALZ einmal hieß. Bis 2013 führte Klotz die von seinem Vater Ferdinand 1936 gegründete Firma, die auf fast 12.000 Quadratmetern im Norden der Stadt mit Alteisen handelte.

Betrieb in dritter Generation

Anfang der 60er-Jahre war der Junior ins Geschäft eingestiegen. Gemeinsam mit seinem Bruder Dieter übernahm er 1968 die Geschäftsführung und trug die Verantwortung nach dessen Tod im Jahr 1989 allein.

2013 geriet die Firma in die Schlagzeilen, als finanzielle Probleme in der Insolvenz mündeten. Gustav Klotz übertrug die Firmengeschäfte an einen der beiden Söhne, Marcus. Es gelang, den Betrieb zu sanieren. Die Familie atmete auf, als der Junior 2016 das Betriebsgelände ersteigerte. Er führt die Klotz Rohstoffe GmbH bis heute.

Vorliebe für Pfälzer Maler

Schrott und Kunst: Gustav Klotz war ein begeisterter Kunstsammler und -händler. Vor allem die Pfälzer Maler hatten es ihm angetan. Auch mit Antiquitäten wusste er umzugehen. Er war Mitbegründer und Vorstands- und Kuratoriumsmitglied des Landauer Kunstvereins Villa Streccius. Auch im Kirchbauverein Stiftskirche engagierte sich Klotz, der zeitweise auch Laienrichter beim Arbeitsgericht war. Vor einem Jahr hatte er den Tod seiner Frau Irene verschmerzen müssen.

Sein Freund Manfred Daum beschreibt ihn als überaus großartig, jovial, großzügig und sehr humorvoll. sas

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