Landau
Landau: Bau-Ausschuss für Hochhaus auf Kaufhof-Gelände
Bei zwei Enthaltungen der Fraktion Pfeffer & Salz haben der Bau- und Hauptausschuss in einer gemeinsamen Sitzung am Dienstag einstimmig den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Kaufhof-Gelände gutgeheißen. Abschließend entscheiden muss der Stadtrat. Wie mehrfach berichtet, soll das bestehende Gebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Wie mehrfach berichtet, soll das bestehende Gebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Ob die Kaufhof-Kette wieder in den Neubau einziehe, sei noch nicht geklärt. Die Antwort stehe noch aus, sagte der Münchner Investor Michael Ehret, Geschäftsführer von Ehret und Klein, am Rande der Sitzung. Der Siegerentwurf, der aus einem Realisierungswettbewerb mit dem Titel „Stadttor Landau“ hervorging, wurde von Architekt Tilmann Probst aus München vorgestellt. Das rund 40 Meter hohe Hauptgebäude an der Ecke Maximilianstraße/Ostbahnstraße verfügt über zehn Stockwerke. In die oberste Etage soll ein Café einziehen. Die Nebengebäude verfügen über bis zu sechs Stockwerke, wobei die beiden oberen Ebenen zurückversetzt sind.
160 Wohneinheiten geplant
Insgesamt sollen 160 Wohneinheiten entstehen: 25 Prozent Ein-Zimmer, 50 Prozent Zwei-Zimmer- und 25 Prozent Drei-Zimmerwohnungen. 25 Prozent der Wohnungen ist als sozial geförderter Wohnraum vorgesehen. Das Erdgeschoss ist Ladenflächen vorhalten, die sowohl von außen als auch vom großzügigen Innenhof erreichbar sein werden, dessen 25 Meter breiter Hauptzugang an der Ostbahnstraße geplant ist. Büro-Nutzung ist in zwei weiteren Stockwerken vorgesehen. Des Weiteren ist eine zweigeschoßige Tiefgarage mit rund 190 Parkplätzen geplant, die über die Linienstraße angefahren werden kann. Über diese Straße wird auch die Ver- und Entsorgung des Komplexes laufen. Ebenfalls unterirdisch in selber Höhe wie die beiden Tiefgaragen-Etagen ist Platz für einen großen Einzelhandel – Stichwort Kaufhof.
Eine üppige Begrünung des Areals sei nicht vorgesehen, wie Ausschussmitglied Udo Lichtenthäler (Grüne) von Architekt Probst erfahren musste. Drei Bäume im großen Innenhof sind vorgesehen. Darüber hinaus könnten nur waagrechte Dachflächen begrünt werden. „Der Platz muss ja funktionieren“, erklärte Probst. Er sei in gewissem Maße das Pendant zum Marktplatz in Landau.
Bei der Energieversorgung sagte Probst auf Nachfrage von Peter Lerch (CDU) zu, dass auf jeden Fall eine regenerative Quelle als Primärversorgung zum Einsatz komme. Welche Art sei noch nicht entschieden.