Landau Kurz notiert: Friedhof: Ehrengrabstätten sollen verlängert werden

91-90073420.jpg

Die Grabstätte der Schriftstellerin Martha Saalfeld und ihres Ehemanns Werner vom Scheidt sowie das Grab des Stiftungsgründers Carl-Philipp Stoepel auf dem Landauer Hauptfriedhof sollen um weitere 15 Jahre als Ehrengrabstätten anerkannt werden. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Dieser Empfehlung des Stadtvorstands hat der Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Martha Saalfeld wurde am 15. Januar 1898 in Landau geboren. Nach dem Abitur am heutigen Max-Slevogt-Gymnasium studierte sie in Heidelberg Philosophie und Kunstgeschichte. 1928 heiratete Saalfeld den Grafiker Werner vom Scheidt. Im Dritten Reich hatte sie als Autorin große Probleme, 1937 verhängten die Nazis ein Publikationsverbot gegen sie. 1948 zog Saalfeld mit ihrem Mann nach Bad Bergzabern. Dort schrieb sie fast unentwegt. In rascher Folge erschienen von ihr Gedichte, Erzählungen und Romane. Unter anderem würdigten Hermann Hesse, Stefan Zweig und Elisabeth Langgässer ihre Arbeit. Saalfeld starb am 14. März 1976 in Bad Bergzabern. Sie wurde in Landau beerdigt. Carl-Philipp Stoepel vermachte der Stadt die Hälfte seines Vermögens mit der Vorgabe, dass das Geld nach dem Tod seiner Frau in eine gemeinnützige Stiftung überführt werden müsse. Die Stoepel-Stiftung setzte sich für Ausbildungshilfen, Weihnachtsgeschenke und andere Zuwendungen an bedürftige Bürger ein. Die Stiftung ist inzwischen in der Landauer Bürgerstiftung aufgegangen. Insgesamt gibt es 15 Ehrengräber auf den Landauer Friedhöfen – zehn auf dem Hauptfriedhof, zwei im Stadtteil Nußdorf und jeweils eins in Arzheim, Godramstein und Queichheim. Welche Grabstätte Ehrengrab wird, entscheidet der Umweltausschuss. Unter anderem sind die Grabstätten von Friedrich August Mahla, Heinrich und Maria Strieffler sowie Ferdinand Koch Ehrengräber. |rhp/ansc

x