Landau Krumme Knochen und neue Gelenke

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„Fahrn se glei owwe nuff!“ Sagt der in Bad Bergzabern niedergelassene Allgemeinmediziner, als er die tiefe Schnittwunde am Finger bis auf den Knochen sieht. Der Hausarzt hat kein Röntgengerät. Viele andere im Kurstädtchen auch nicht. Das ist auch nicht nötig. Denn es gibt ein Akutkrankenhaus, das diese Versorgung gewährleistet. Und es geht fix in der Abteilung. So wie in fast allen im Haus.

Das Personal ist freundlich – wen wundert’s: Das Haus hat dank der Fusion mit Landau 2004 eine Überlebenschance bekommen. Und sie wurde genutzt. Die Arbeitsplätze sind sicher, bezahlt nach Tarif des öffentlichen Dienstes. Das ist das eine. Das andere ist die enorme Entwicklung, die der Standort Bad Bergzabern des Klinikums Landau-SÜW in den vergangenen zehn Jahren durchlaufen hat und die noch nicht am Ende ist. Zur Verdeutlichung nur ein paar Zahlen: Seit 2004 wurden in Bad Bergzabern rund 12 Millionen Euro investiert. Von der Grundsanierung verschiedener Abteilungen über Parkdecks bis hin zu voll elektrischen Betten mit Fernseher (rechtzeitig zur Fußball-WM). Doch das ist nicht einmal die Hälfte dessen, was noch kommt: Zum Abschluss soll das Bettenhaus angegangen und aufgestockt werden. Kostenpunkt, geschätzt: 13,8 Millionen Euro. Bauzeit: vier Jahre, sagt der Geschäftsführer der Klinikums LD-SÜW, Guido Gehendges, bei einem Rundgang durchs Haus. Dabei freut er sich besonders, dass die bisher nur im Landauer Krankenhaus ansässige Radiologische Gemeinschaftspraxis nun auch in Bad Bergzabern investiert hat: Für eine CT oder MRT muss man nun nicht mehr von Oberschlettenbach oder Schweigen nach Landau fahren. Einen weiteren Schub für die Steigerung der Attraktivität sieht Gehendges darin, dass mit Chefarzt Michael Schmidt in 2012 eine Kapazität für die Hauptabteilung der Inneren Medizin gewonnen werden konnte, kommend aus Heidelberg. Schmidt ist zudem Fachmann auf dem Gebiet Pneumologie (Atembeschwerden). Diesen Fachbereich baut er auf. Sieben Betten stehen derzeit in der Kurstadt dafür zur Verfügung. Als Belegabteilungen werden die Urologie, HNO und Gynäkologie vorgehalten. Ärztlicher Direktor ist Helmut Lang, der die Anästhesie und Intensivmedizin leitet. Gegründet wurde das Krankenhaus 1860 am Schloss (zuletzt Kreisaltenheim), 1971 wurde der Neubau auf dem Liebfrauenberg bezogen. (rww)

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