Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Kreisel im Norden Landaus soll vergrößert werden

Noch geht es für Autofahrer einspurig in den kleinen Kreisel, der sich im Norden Landaus befindet. Nach der Umgestaltung soll es
Noch geht es für Autofahrer einspurig in den kleinen Kreisel, der sich im Norden Landaus befindet. Nach der Umgestaltung soll es im Kreisel zwei Fahrbahnen geben.

Seit Monaten und noch auf Jahre hinaus ist der Norden Landaus eine Baustelle. Für Autofahrer aus der Südpfalz ein Ärgernis. Der einzige Trost: Danach soll der Verkehr flüssiger fließen. Dazu dient der große Kreisel mit neuen Anschlüssen an die B 10. Für die Stadt Landau steht das nächste Projekt an. Und das hat es in sich.

Insbesondere zu den Stoßzeiten morgens und spätnachmittags, wenn Pendler nach Landau hinein oder aus der Stadt heraus fahren möchten, staut sich der Verkehr im Norden der Stadt. Im Zuge des vierspurigen Ausbaus der B 10 wird auch der Verkehr am Knotenpunkt in Richtung Edesheim und Dammheim neu geordnet. Nun ist bald der „kleine Bruder“ an der Reihe: der Kreisel am Autohaus Kowalski.

Der um 2002 gebaute Kreisel stößt bei viel Verkehr an seine Grenzen. Bereits vor fünf Jahren, als die Ansiedlung des Autohauses und der Tankstelle bekanntgegeben wurde, stand die Umgestaltung der Anlage in den städtischen Gremien zur Debatte. Sie soll vergrößert werden: laut Stadtverwaltung von 36 auf 44 Meter Durchmesser.

Ohne Zuschüsse geht es nicht

Die Stadt hat noch kein Baurecht, heißt es auf Anfrage der RHEINPFALZ bei der Pressestelle. Aber die Planung steht. Bevor sie umgesetzt werden kann, muss die Stadt noch angrenzende Grundstücke kaufen. Das will sie im kommenden Jahr erledigen, um im darauffolgenden Jahr mit der Umgestaltung der Verkehrsanlage starten zu können. Vorausgesetzt, das Projekt wird auch im Straßenbauprogramm des Landes aufgenommen. Ohne Zuschüsse geht es nicht.

Das Landauer Bauamt wird an dieser Stelle Verkehrsgeschichte schreiben, denn es sieht dort den ersten zweispurigen Kreisverkehr der Stadt vor. Wer zur Tankstelle oder in Richtung Godramstein fahren möchten, nimmt die äußere Fahrbahn, um frühzeitig aus dem Kreisel fahren zu können. Wer hingegen in Richtung Bahnhof unterwegs ist, wird sich auf der inneren Fahrbahn einordnen müssen. Durch die zusätzliche Fahrspur sollen mehr Autos durch den Kreisel geschleust werden. Stadtauswärts soll es bei den zwei bereits bestehenden Möglichkeiten bleiben: entweder durch den Kreisel oder in Richtung Edesheim oder Autobahn über den Bypass, der den Verkehr an der Anlage vorbeischleust.

Neue Verbindung

Das ist noch nicht alles. Das Bauamt möchte eine neue Verbindung zwischen Godramsteiner Straße und Hainbachstraße bauen. Derzeit trennt ein Grünstreifen die beiden Straßen. Heißt: Die aus Nußdorf oder vom Klinikum Landau-SÜW kommenden Autofahrer müssten dann nicht mehr in den Kreisel fahren, wenn sie Richtung Real möchten. Sie sollen vorab nach rechts auf die Hainbachstraße abbiegen können.

Laut städtischer Pressestelle lässt sich derzeit wenig sagen, wie viel Geld das kosten wird. Davon abgesehen, dass die Planungen noch nicht abgeschlossen sind, seien die Kosten in den vierspurigen Ausbau der B 10 inbegriffen, heißt es. Das Gesamtprojekt ist auf 2,4 Millionen Euro veranschlagt. Das Land werde Zweidrittel der Kosten tragen.

Die nördliche Stadteinfahrt Landaus war bereits seit Jahrzehnten ein Nadelöhr. Vor 2002 konnte man von der Autobahn kommend noch links abbiegen. Die Folge: Es krachte öfter an dieser Stelle, und an der Kreuzung entwickelte sich ein Unfallschwerpunkt. Der Kreisel war ein Herzensprojekt des damaligen Oberbürgermeisters Christof Wolff (CDU). Ärger gab es aber unmittelbar nach Fertigstellung, weil nach Ansicht mancher Spediteure der Kreisel zu eng ausgelegt war. Das hat sich bestätigt.

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