Landau Kreisel-Erweiterung verzögert sich
Früher hat sich der Verkehr im Norden der Stadt Landau schneller gestaut, weil Autofahrer auf Grünphasen von Ampeln hoffen mussten. Dann etwa, wenn sie von der B10 kamen und auf die Landesstraße auffuhren, um von dort weiter in Richtung Edesheim oder nach Landau gelangen wollten. Oder wenn sie umgekehrt auf die B10 und damit in Richtung Pirmasens beziehungsweise der A65 wollten. Seitdem die Ampel durch einen großen Kreisel ersetzt wurde und durch die neuen Anschlüsse an die B10 das Linksabbiegen in dem Bereich generell entfallen ist, fließt der Verkehr flüssiger. Doch die Stadt plant ein weiteres Projekt, um die Situation weiter zu verbessern. Sie will den älteren der beiden Kreisel im Norden vergrößern.
Wie groß soll der Kreisel nach den Arbeiten sein?
Im Jahr 2002 gebaut, stößt der Kreisel, der sich in direkter Nachbarschaft zu einer Tankstelle beziehungsweise eines Autohauses befindet, immer wieder an seine Grenzen, insbesondere zu Stoßzeiten. Bereits 2015 stand die Umgestaltung der Anlage in den politischen Gremien zur Debatte. Sie soll am Ende einen Durchmesser von 44 statt bislang 36 Metern haben.
Die Stadt muss allerdings Baurecht schaffen. Ursprünglich sollte die Sache 2021 eingetütet und vergangenes Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden. Wie Stadtsprecherin Ricarda Bodenseh auf Anfrage der RHEINPFALZ berichtet, gab es coronabedingte Verzögerungen. Und zwar hinsichtlich des Verkehrsgutachtens, das auch für den Bebauungsplan benötigt werde.
Wie ist der aktuelle Zeitplan?
In der Pandemie mit Beschränkungen wie den Lockdowns und der Homeoffice-Pflicht für Arbeitgeber sei von Verkehrszählungen abgesehen worden, nicht nur in Landau. Wieso? „Ganz einfach: Weil zu dieser Zeit ja kein Ergebnis erzielt werden konnte, das die normale Realität widerspiegelt“, sagt Bodenseh. Schließlich waren phasenweise deutlich weniger Menschen unterwegs. Zuverlässige Daten seien aber für die Neugestaltung des Kreisels wichtig, um ihn so dimensionieren zu können, „dass er leistungsfähig genug ist und den tatsächlichen Verkehr an dieser Stelle aufnehmen kann“, wie Bodenseh erklärt. Die Erstellung des besagten Gutachtens befinde sich aber nun in der Endphase.
In der Zwischenzeit gab es außerdem andere Prüfungen. Die Ausführungsplanung sei weitestgehend abgeschlossen, unter anderem die Bauablaufplanung werde derzeit erstellt. Wenn die weiteren Verfahrensschritte laufen wie geplant, sollte bis Ende dieses Jahres Baurecht bestehen, sodass 2024 mit dem Bau begonnen werden könne.