Landau Kommentar: Qualität setzt sich durch

Selbst wenn die Preise für Kakao weiterhin steigen,
wird dies den lokalen Schokoladenherstellern nicht schaden.
Schokolade wird auch in Zukunft immer teurer werden. Denn der Kakaopreis wird weiter steigen. Unternehmen wie die Schaumkussfabrik Trauth in Herxheim, die Manufaktur Rebmann in Bad Bergzabern und Wawi-Schokolade in Pirmasens wissen das längst. Wer auf einen so knappen Rohstoff wie Kakao angewiesen ist, kennt das Risiko – schon immer war der Handel mit Kakaobohnen von Unwägbarkeiten geprägt. Die Mehrkosten in Form von Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben, bedeutet immer auch ein Risiko. Denn viele Kunden sind es gewohnt, Schokolade günstig im Supermarkt zu kaufen – gerne auch als Sonderangebot. Stattdessen sollten sie lernen, Schokolade wieder als das anzusehen, was sie eigentlich ist: ein Luxusprodukt. Fünf bis sechs Jahre dauert es, bis ein Kakaobaum abgeerntet werden kann. Bis zum fertigen Produkt sind unzählige Arbeitsschritte mit technisch aufwendigen Verfahren nötig. Immer mehr Konsumenten wissen das zu schätzen und sind bereit, für ein hochwertiges, im Idealfall fair gehandeltes Produkt tiefer in die Tasche zu greifen. Daher gilt: Wenn die lokalen Schokoladenhersteller trotz steigender Kakaopreise auf hohe Produktqualität achten, werden die Kunden weiterhin bereit sein, die Preiserhöhungen mitzugehen. Denn Qualität setzt sich am Ende immer durch.