Landau Kommentar: Bauernopfer

Placeholder-Image

Die Ansiedlungspolitik der Stadt ist richtig. Aber jetzt werden erst Fakten geschaffen und dann wird aufgeräumt. Es braucht andere Konzepte.

Die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung in Landau bringt die Stadt in Zugzwang und verschiebt so manche Zeitachse. Die Verantwortlichen wollen den Schwung mitnehmen und durch weitere Ansiedlungen Leben und Wohnen attraktiv halten. Es geht um die große Linie. Leidtragende sind jetzt allerdings Landwirte, die Terrain eintauschen müssen oder ganz verlieren. Weil es zu Bauland wie in Südwest oder zu Gewerbegrundstücken werden soll. Landwirt Karl Schmidt hat erst im September die Baugenehmigung für seine Halle bekommen. Jetzt ist an eine Betriebsumsiedlung kaum mehr zu denken. Und die „Meckerei“ mag auf die Weide am Betrieb nicht verzichten. Äcker zu verkaufen, löst das Problem also nicht. Bauern und Winzer suchen händeringend Flächen. Die Stadt hat noch keine Lösung. Die Qualität ihrer Wirtschaftspolitik muss sich aber letztlich daran messen lassen, wie sie auch die Interessen der Landwirtschaft gewichtet. Die Ansiedlungsstrategie ist richtig, aber sie braucht ein Konzept für die Bauern, mit den Bauern.

x