Landau Kleine Fische im Wasser

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300 Kurse bedeuten, dass bisher mehr als 4000 Kinder das Schwimmen gelernt haben. 2022 von ihnen erhielten das „Seepferdchen“-Abzeichen. Die DLRG Landau ist derzeit mit ungefähr 600 Mitgliedern die zweitgrößte Ortsgruppe im Bezirk Vorderpfalz. Sie widmet sich vorrangig der Aufgabe, Einrichtungen zu schaffen und zu fördern, die den Tod durch Ertrinken bekämpfen. Neben dem Rettungs- sowie dem Jugend- und Erwachsenenschwimmen sind die Kleinkinder-Kurse die dritte Säule dieser Tätigkeit. Im Kleinkinder-Schwimmen gibt es ein starkes Team von sechs Kursleitern mit spezieller Lizenz und rund 30 ehrenamtlich tätigen Helfern im Alter von 15 bis 65 Jahren. Sie betreuen die Kinder im Alter von fünfeinhalb bis sechs Jahren. Ihre Sicherheit steht an erster Stelle. Die Kinder werden in kleinen Schritten an das Gleiten, Tauchen und Springen aus unterschiedlichen Höhen herangeführt. Wichtig für das Ausbildungsteam ist, dass die Kinder mit Spiel und Spaß das Element Wasser kennenlernen und sich darin wohlfühlen. Ein Kurs umfasst 15 Schwimmstunden, ein Elternabend und eine Abschlussbesprechung. Am Mittwoch fand die letzte Stunde des Jubiläumskurses im Freizeitbad La Ola statt und war somit die Kür der Wasserratten. Die zwölf Teilnehmer standen gespannt mit ihren bunten Badekappen am Beckenrand. Es ging los mit Bahnenschwimmen. Anfängliche Ängste gingen schnell in den Tiefen des Beckens unter, die Helfer trugen durch Zuspruch dazu bei. „Vorsicht und Sicherheit sind die obersten Gebote“, betonte Elisabeth Hagenmüller, Referatsleiterin für das Kleinkinderschwimmen. Ein Teil der Helfer war im Wasser dabei und die anderen beobachteten das Geschehen vom Beckenrand aus. Sie ist stolz auf die vielen ehrenamtliche Helfer und sagte: „Die große Auswahl an Helfer gewährleistet die zukünftigen Kurse“. Einer der Höhepunkte in der letzten Stunde war das Schlafanzugschwimmen. Dabei durften die Kinder mit ihrer Nachtkleidung ins Wasser. Nicht nur die Kleinen, auch die Großen hatten sichtlich Spaß daran. „Wir machen das ehrenamtlich und wenn die Kinder am Ende lachen und Spaß am Schwimmen haben, ist das unsere Belohnung“, sagte Hagenmüller. Nach den Sprüngen vom Startblock und dem Ein-Meter-Brett ging es ins Wellenbad, um die Situation im Meer zu simulieren. Der krönende Abschluss war dann der Sprung vom Drei-Meter-Turm. Alle kletterten rauf, aber nicht jeder traute sich zu springen. Mit der Abschlussbesprechung ging auch der 300. Kurs zu Ende. „Die Erfolge und die Freude der Kinder sind die Motivation der Helfer“, meinte Hagenmüller. Frühere Leistungsträger beim Kleinkinder-Schwimmen wie Marita Kopplow, Fritz Schwarz und Inge Labecki sind bei der DLRG nicht vergessen. Die Teilnehmer des 300. Kurses bekommen nicht wie gewohnt nach der letzten Stunde ihre Urkunde, sondern morgen bei einer offiziellen Feier. Angesagt haben sich Politiker und Sportfunktionäre. (ager)

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