Landau / Roschbach Kinderprinzessin: Zwölfjährige eine Quereinsteigerin beim LCC
Aussagen wie „Für meinen Verein Prinzessin sein“ und „Meinen Verein bei anderen Vereinen repräsentieren“ klingen erwachsen für eine Zwölfjährige. Aber genauso stellt sich die Gymnasiastin beim Gespräch mit der RHEINPFALZ authentisch dar.
Dazu passt auch die Erzählung, dass sie nach dem Besuch des Tollitätenballs das niedliche rote Kinderprinzessinnenkleid gegen eine damenhaft elegante nachtblau glitzernde Abendrobe tauschte. „Die erwachsenen Prinzessinnen hatten alle so tolle Kleider an, so eins wollte ich auch haben“, sagt Maja.
15 Termine als Prinzessin
Also ging sie mit der Mama shoppen. Da sind wir schon beim nächsten Stichwort: Shoppen, am liebsten mit der besten Freundin Milena aus der sechsten Klasse des Gymnasiums in Edenkoben, nennt Maja neben Gardetanz, Reiten, mit den Eltern verreisen und „Gut essen gehen, gerne Sushi“ als Freizeitbeschäftigung. In der Schule mag die Sechstklässlerin am meisten Fremdsprachen und Naturwissenschaften. Wenn sie sich heute bereits für einen Beruf entscheiden sollte, dann wäre sie Lehrerin am Gymnasium oder Innenarchitektin.
Dass sie nun bei rund 15 Terminen in dieser Kampagne als Prinzessin auftritt, sei in der Klasse kaum Thema, erklärt Maja: „Einige Mädchen sind in anderen Karnevalsvereinen aktiv, da tauschen wir uns gerne aus. Die anderen wissen und interessiert das gar nicht.“
Papa: „Aufregung bei Maja kein Thema“
Die Freude am Gardetanz habe sie im Alter von vier Jahren entdeckt: „Eine Erzieherin im Kindergarten war Gardetänzerin und hat was vorgetanzt. Das hat mir so gut gefallen, dass ich das auch machen wollte“, blickt Maja zurück. Seither ist sie Mitglied im LCC und trainiert ein bis zwei Mal in der Woche Garde- und Schautanz.
Erfahrung mit Auftritten in der Gruppe bei Karnevalsveranstaltungen bringt die Zwölfjährige also ausreichend mit. Als Prinzessin steht sie alleine auf der Bühne, soll Reden halten und Konversation führen. Das sei kein Problem und rege sie nicht besonders auf, betont Maja: „Ich kann alles auswendig.“ Papa Werner Ockert, der die Begrüßungsworte und Reden verfasst hat und im Wechsel mit der Mama die 12-Jährige zu allen Veranstaltungen begleitet, bestätigt die Souveränität der Tochter. Aufregung sei bei Maja kein Thema.