Landau Kinder auf dem Fakirbrett

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Kandel. „Manege frei“ hieß es am vergangenen Freitag für 51 Kinder aus der Verbandsgemeinde Kandel. Sie hatten fünf Tage lang bei einem Zirkusworkshop des „Mitmachzirkus Bingo“ Kunststücke geübt. Sehen wollten dies vor allem die Eltern, Großeltern Geschwister der jungen Akteure. Doch zwei auf die man sich besonders gefreut hätte, nämlich mich und meine Schwester Nessy, waren nicht gekommen, obwohl doch in der RHEINPFALZ noch zu lesen war, dass ich mich eigentlich auf Zirkusbesuche freue. Aber wie das als Zeitungsbiber so ist – ich hatte noch einen anderen Termin. Aber ich habe mir erzählen lassen, was ich alles versäumt habe. Neun Kunststücke hatten die Kinder in einer Woche eingeübt und jedes von ihnen durfte das zeigen, das ihm am meisten Spaß gemacht hat. Los ging’s in der Manege mit dem Jonglieren von Tüchern und Bällen. „Das sieht aber ganz einfach aus“, meinte ein Mädchen das wohl noch in den Kindergarten ging. Doch ihre große Schwester, die im vorigen Jahr beim Zirkusworkshop dabei war, belehrte sie eines besseren. Mit Tellerjonglieren, Reifendrehen und Balancieren ging’s dann weiter. Mancher schaffte es sogar vier Teller auf einmal zu drehen. Gut angekommen sind auch die Auftritte mit dem Fakir-Nagelbrett, bei dem sogar Glasscherben und Feuer mit ihm Spiel war. Die Bodenakrobatik hielt ein Vater schon fast für olympiareif. Den stärksten Beifall erhielten jedoch diejenigen, die am Trapez und am Vertikalseil turnten. Es sei atemberaubend, so eine Mutter, welche Kunststücke die kleinen Artisten da geboten hätten. Angst hatten die Kleinen bestimmt nicht, wie die acht Jahre alte Mia aus Rheinzabern versicherte. Auch Lampenfieber trat wohl eher selten auf, zumal manche Akteure schon vor größerem Publikum aufgetreten waren. So auch die siebenjährige Lara aus Kandel, die bei der Bi-Ka-Ge schon in der vollen Bienwaldhalle getanzt hat. Dass die kleinen Artisten am Schluss der Veranstaltung mit einem tosenden Beifall verabschiedet wurden: selbstverständlich. Und dass Roman vom Zirkus Bingo als einer der Trainer und die Jugendpflegerin der Verbandsgemeinde Katharina Hilbert als Organisatorin und ihre zehn ehrenamtlichen Helfer sich mit dem Verlauf zufrieden zeigten, war es wohl auch. |wm

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