Landau Keiner geht ohne Ohrwürmer

Familiär-heitere Stimmung begleitete generationenübergreifend das sehr gut besuchte Konzert des Chors „Voice of Happiness“ in der St.-Martinskirche Erlenbach mit bekannten Liedern von Bühne, Funk und Fernsehen.
Da wiegten sich schon mal die jüngsten Zuhörer im Chorraum rhythmisch zur Filmmusik der „Eisprinzessin“ oder zum Song „Nessaja“ aus dem Kindermusical „Tabaluga“. Titel wie „Something stupid“ von Frank und Nancy Sinatra oder „Ein Lied kann eine Brücke sein“ waren für ältere Generationen willkommene Erinnerungsstücke. Daniela Fröhlich-Lickes, die den Chor 1997 gegründet hatte, dirigierte ihre Akteure mit leichter Hand, sang selbst mit und führte durchs Programm des Abends. Am E-Piano begleitete die Sänger Noah Nordblom, an der Gitarre Maren Reinmuth, die auch Solopartien sang. Die Gestaltung des Programms verriet die Freude der Chorsänger an melodisch und rhythmisch abwechslungsreichen Songs. So begann der Abend mit geheimnisvollem Summen, Raunen und Singen, das den Kirchenraum erfüllte: „The Lion sleeps tonight“, der schlafende Löwe aus dem afrikanischen Dschungel grüßte. In den sanften Liebesliedern wie „Dir gehört mein Herz“ aus dem Musical „Tarzan“ oder „My heart will go on“ aus „Titanic“ berührten die schlichten, eingängigen Interpretationen. Quirlig und markant präsentierte der Chor Stücke wie „Summer nights“ aus „Grease“ oder „America“ aus der „West Side Story“. Die nur 25 Sänger erfreuten ihre Zuhörer mit erstaunlichem Klangvolumen und vielen versprochenen Lieblingsstücken. Sie zeigten sichere Intonation und verbreiteten charmante Sangesfreude. Diese wandelte sich in der Pause sogar zu lukullischer Freude, als die Akteure zu einem reichhaltigen Buffet selbst hergestellter Häppchen, Kuchen und Getränken einluden. Auch im zweiten Teil des Konzerts wurden die Zuhörer mit bekannten Lieblingsliedern belohnt, darunter „Hinterm Horizont geht’s weiter“ von Udo Lindenberg und „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen. Lustig zeigte sich der „Werbeblock“, ein musikalisches Ratespiel um bekannte Melodien aus dem Werbefernsehen. Pfarrer Edinger als Hausherr der Kirche meldete mit „You`ll never walk alone“ gleich seine musikalischen Wünsche für die nächste Konfirmation an. Er freue sich über jedes Engagement − vor allem auch junger Menschen − im Dorf und habe deshalb sehr gerne die Kirche mit ihrer guten Akustik für dieses weltliche Konzert zur Verfügung gestellt. „Voice of Happiness“, die „Stimme des Glücks“ – der Name des Chors war Programm. Erst nach zwei Zugaben ließen die Besucher ihre Sänger mit großem Applaus ziehen. Und die Ohrwurmqualitäten der Songs begleiteten sie garantiert noch auf dem Nachhauseweg.