Dammheim / Bornheim
Kann Einmündung in B272 jetzt umgebaut werden?
Nach Angaben des Dammheimer Ortsvorstehers und Landtagsabgeordneten Florian Maier (SPD) befahren täglich 16.250 Fahrzeuge die Bundesstraße aus Richtung A65 kommend. Aus Fahrtrichtung Essingen sind dort täglich 15.511 Fahrzeuge unterwegs. Aus den beiden Dörfern kommend, biegen täglich 3529 Fahrzeuge auf die Bundesstraße ein. Die Zählung war erforderlich, weil seit Jahren über einen Ausbau der Einmündung diskutiert wird. Insbesondere das Linksabbiegen in Richtung Autobahn gilt als gefährlich. Zuschüsse für einen Ausbau gibt es aber nur, wenn der Verkehr auf einer einmündenden Straße mehr als 20 Prozent dessen beträgt, was auf der übergeordneten Strecke unterwegs ist. Dieser Wert wird leicht überschritten.
LBM wollte Provisorium
Maier erinnert daran, dass es Diskussionen über den Ausbau schon lange vor Fertigstellung der Hornbachspange gab. Unter anderem war ein Kreisel im Gespräch. Der LBM sei schon 2014 zu Infoveranstaltungen nach Dammheim und Bornheim gekommen. Dabei waren vor Ort und wenig später auch im Landauer Stadtrat „holländische Rampen“ gefordert worden: eine Unterführung unter der Bundesstraße hindurch und Rampen, die den Verkehr kreuzungsfrei auf die Bundesstraße beziehungsweise von der Bundesstraße auf die Kreisstraße führen. Der LBM hätte zunächst lieber nur ein Provisorium umgesetzt, um das Abbiegen zu erleichtern.
Nach Maiers Angaben hatte sich die Zählung wegen Corona verzögert. Er hält einen Ausbau für nötig, weil auch die Hornbachspange stärker befahren sei als zunächst prognostiziert, und er ist auch überzeugt, dass der Ausbauwunsch allgemeiner Konsens ist. Vor allem allem in den Morgenstunden komme es an der Einmündung oft zu langen Rückstaus.
Muss auch Landau zahlen?
Ein Problem gibt es aber noch: Nach den Regeln des Bundesfernstraßengesetzes müssen sich laut Maier auch die Kommunen an den Ausbaukosten beteiligen. Geklärt werden müsse noch, ob dies nur den Landkreis Südliche Weinstraße oder auch die Stadt Landau betrifft. Dies ist deshalb nötig, weil die Dammheimer Ortsausfahrt nicht direkt in die Bundesstraße mündet, sondern kurz vorher in besagte K42.