Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Jungunternehmer aus Maikammer starten neue Werbe-Plattform „hellolandau“

Tim Ebert (links) und Eugen Steinbach wollen mit ihrer Werbeagentur „Accenty“ weiter wachsen. Die Jungunternehmer verlegen desha
Tim Ebert (links) und Eugen Steinbach wollen mit ihrer Werbeagentur »Accenty« weiter wachsen. Die Jungunternehmer verlegen deshalb ihren Firmensitz von Maikammer nach Landau. Foto: Iversen

Die Jungunternehmer Tim Ebert und Eugen Steinbach aus Maikammer haben sich über ihre Partnerinnen kennengelernt. Seit drei Jahren sind sie befreundet – und setzen mit ihrer Werbeagentur Akzente. Ihr neues Projekt trägt den vielsagenden Titel „hellolandau“. Was steckt dahinter?

Tim Ebert hat schon als Jugendlicher seine Leidenschaft für Fotografie und Film entdeckt. „Ich habe damals kurze Videos gedreht und diese auf Youtube veröffentlicht“, erzählt der 22-Jährige. Er habe in seinen Werken unter anderem sozialkritische Themen verarbeitet. „In einem Kurzfilm hatte ich beispielsweise einen Jugendlichen als Protagonisten, der auf der Suche nach dem passenden Beruf ist“, berichtet Ebert. Er selbst hat seinen Weg schon längst gefunden, nachdem er zwischenzeitlich aus seiner Heimatstadt Mainz der Liebe wegen in die Pfalz gezogen ist.

Ebert ist ein Jungunternehmer aus Maikammer. Zusammen mit seinem Kumpel Eugen Steinbach betreibt er die Werbeagentur „Accenty“, mit der sie sich bereits einige Unternehmen angeln konnten. So haben sie beispielsweise für Mercedes ein Werbevideo gedreht, für einen spanischen Betrieb haben sie den Web-Auftritt konzipiert. Zu ihren Kunden zählen zudem Winzer, Immobilienmakler und Projektentwickler.

Wer sind die Personen hinter den Firmen?

Ebert und Steinbach haben sich vor etwa drei Jahren kennengelernt. Ihre Freundinnen haben dieselbe Arbeitsstelle und wollten privat mehr miteinander zu tun haben. Schnell zeigte sich, dass auch ihre Lebensgefährten auf derselben Wellenlänge sind. „Wir haben gemerkt, dass wir beruflich dieselben Interessen haben“, erzählt Steinbach, der nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter im IT-Bereich bei Hornbach tätig war, bevor er sich als Grafiker selbstständig machte. „Wir ergänzen uns gut, deshalb haben wir wenig später Nägel mit Köpfen gemacht und uns als Geschäftspartner zusammengeschlossen“, ergänzt der 28-Jährige.

Haben sie mit Accenty bislang das Ziel verfolgt, auf innovative Weise für die Marke ihrer Kunden auf Papier und im Internet zu werben, beschreiten sie mit ihrem Projekt „hellolandau“ nun neue Wege. Steinbach erklärt: „Es ist spannend, zu erfahren, wer die Menschen hinter den Firmen sind und wie sie ihren Traum von der Selbstständigkeit verwirklicht haben. Das wollen wir mit ,hellolandau’ in den Fokus rücken.“ Wie der Name der Online-Plattform schon ausgedrückt, geht es um Landauer Unternehmer.

Auch Oberbürgermeister auf Plattform zu sehen

Das Prinzip von ,hellolandau’ ist schnell erklärt: Jeder Kunde bekommt einen Eintrag auf der Website. Seine Geschichte wird in Textform kurz erzählt, das Porträt wird durch Bilder und mit einem kurzen Film ergänzt. „Es geht nicht darum, einen klassischen Imagefilm für das Unternehmen zu produzieren. Wir möchten vielmehr eine emotionale Verbindung der dahinter stehenden Unternehmensgeschichte zu den Besuchern der Website aufbauen“, erklärt Ebert. Zu ihren bisherigen Kunden zählen nicht nur die Inhaberin eines Brautmodegeschäfts und der Betreiber einer Pâtisserie, auch Oberbürgermeister Thomas Hirsch präsentiert sich auf der Werbeplattform.

Passend zum Projekt „hellolandau“ haben Ebert und Steinbach beschlossen, den Firmensitz in Maikammer aufzugeben und nach Landau zu verlegen. In der Nähe des neuen Messegeländes haben sie Räume gemietet, die mit rund 90 Quadratmetern nicht nur doppelt so groß sind wie jene in Maikammer. „Auch passt es allein schon optisch zu unserer beruflichen Vorstellung“, erklärt Ebert. Bis April soll der neue Arbeitsplatz bezogen sein.

Projekt auch für Germersheim und Karlsruhe?

Die Jungunternehmer möchten wachsen und planen deshalb die Anstellung von Werkstudenten, die ihnen bei den Aufträgen behilflich sein sollen. Auch sei es denkbar, einen Auszubildenden zu beschäftigen. „Ob es noch in diesem Jahr sein wird, wissen wir nicht. Langfristig haben wir es aber vorgesehen.“ Darüber hinaus sei geplant, das Projekt „hellolandau“ auf benachbarte Kommunen wie Karlsruhe oder Germersheim auszudehnen. „Allerdings ist das derzeit Zukunftsmusik. Wir konzentrieren uns auf Landau, das als wachsende Universitätsstadt noch viel Potenzial bietet“, sagt Ebert.

Im Netz

www.hellolandau.de

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