Landau Jahresbilanz VR-Bank Südpfalz: Interesse an Wertpapieren steigt

Der Hauptsitz der VR-Bank Südpfalz in Landau.
Der Hauptsitz der VR-Bank Südpfalz in Landau.

Die VR-Bank Südpfalz ist zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2021. Sie hat beispielsweise Kredite in Rekordhöhe vergeben und die Zahl ihrer Mitglieder leicht verstärkt.

Die Bank hat 558 Millionen Euro neu ausgeliehen, so dass die Gesamtsumme der Kredite um 146 Millionen Euro auf über zwei Milliarden Euro angestiegen ist. Das wirkt sich beim Zinsüberschuss aus, der um 4,6 Prozent oder 1,9 Millionen Euro auf 43,6 Millionen Euro angestiegen ist. Zugleich sind auch die Kundeneinlagen um vier Prozent auf knapp 1,94 Milliarden Euro angestiegen. Insbesondere das für die Kunden verwahrte Wertpapiervermögen hat erstmals die Milliardengrenze überschritten. „Inflationsschutz gibt es nur bei der Anlage in Substanzwerten. Diese Erkenntnis setzt sich bei weiten Teilen unserer Kundschaft immer mehr durch“, berichtete die Bank, die ihre Bilanzsumme um 6,5 Prozent auf knapp 2,72 Milliarden Euro gesteigert hat.

Die VR-Bank hat mehr als 14 Millionen Euro dem Eigenkapital zugeführt und einen Jahresüberschuss von 4,85 Millionen Euro erzielt. Über die Dividende an die 51.713 Mitglieder soll die virtuelle Vertreterversammlung am 10. Mai entscheiden.

Neue Geschäftsfelder werden wichtiger

Der Anteil der Erträge aus neuen Geschäftsfeldern, wie zum Beispiel Hausverwaltung und Bauträgergeschäft, Parkraumbewirtschaftung oder die Vermarktung von Konzepten und Produkten mache schon deutlich mehr als zehn Prozent des Betriebsergebnisses aus. Wie wiederholt berichtet, ist beispielsweise das selbst entwickelte Sisy-System mit Direktkontakt zwischen Kunden und Serviceberatern via Bildschirm sehr erfolgreich. Die Bank setzt es in bisher 38 Filialen ein, zuletzt in Kuhardt. Dadurch sei sie auch in der Pandemie in der Lage gewesen, jede Geschäftsstelle uneingeschränkt geöffnet zu lassen. Gut angenommen würden auch weitere technische Entwicklungen, wie Beratungsmodule mit Hilfe eines Avatars (jetzt mit dem Namen Ava statt Jessi) für Baufinanzierungen und Riester-Check oder einem Videoberatungstool namens Flexperto, mit dem schon 250 Beratungen pro Monat erfolgten und die es erlaubten, das gestiegene Geschäftsvolumen mit leicht reduzierten Mitarbeiterkapazitäten (411 statt 431) zu bewältigen.

Ukraine-Krieg: Nachfrage nach Gold steigt

Trotz des Kriegs um die Ukraine geht die Bank davon aus, dass sie ihren Wachstumskurs fortsetzen kann. Die Kreditnachfrage sei trotz leicht gestiegener Zinsen weiterhin groß; Edelmetalle seien im Umfeld der unsicheren Situation in Osteuropa sehr gefragt.

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