Landau
In diesen Vierteln der Stadt muss bald ein Parkticket gezogen werden
Der ein oder andere Landauer hat mitbekommen, was auf ihn zukommt, wenn er sein Auto weiter am Straßenrand abstellen möchte – oder mangels Stellplatz auf privatem oder eigenem Grundstück sogar muss. Und doch reibt sich manch ein Bürger verwundert die Augen beim Anblick der städtischen, blau-silberfarbenen „Neuzugänge“, für die jetzt weitere Plätzchen gefunden wurden. So schreibt ein RHEINPFALZ-Leser, dass er „einfach nur extrem sauer“ war, als er vor seinem Haus einen neuen Parkautomaten entdeckte.
Wo bald Parktickets zu ziehen sind
Die Stadt zieht beim Thema Parken die Zügel an. Es folgt das nächste Kapitel im städtischen Parkraummanagement, das 2021 begann. Damals wurden in der Südstadt die Gebühren etabliert. Seitdem werden sie stufenweise auf weitere Teile der Stadt ausgeweitet. In zwei Vierteln ist für Autofahrer jetzt sichtbar, was bislang auf dem Papier existierte. Dort stehen seit Kurzem Parkautomaten, 23 an der Zahl, wie Stadtsprecherin Ricarda Bodenseh auf Anfrage informiert.
Aufgestellt wurden sie im Bachviertel mit Wieslauter-, Erlenbach-, Klingbach- und Modenbachstraße. Also in jenem Wohnviertel ganz in der Nähe der Discounter. Auch im Quartier rings um Stadion und Freibad im Westen der Stadt, mit Luitpoldstraße, Eichbornstraße, Löhlstraße, Prießnitzweg und Jahnstraße war die Stadt tätig. „An der Beschilderung sind wir aktuell dran“, sagt Ricarda Bodenseh.
Keine Angst: Ein Bußgeld muss kein Autofahrer befürchten, wenn er die neue Regelung nicht auf dem Schirm hatte. Die Parkautomaten gehen voraussichtlich ab Februar 2024 in Betrieb. Mancher verärgerter Bürger und Besucher spricht von Abzocke, auch jetzt wieder nach den jüngsten Neuinstallationen. Der zuständige Dezernent Lukas Hartmann (Grüne) hatte aber vor Kurzem erst im Gespräch mit der RHEINPFALZ begründet, weshalb auf diese Parkticket-Karte gesetzt wird. Der Bau und Unterhalt von öffentlichen Parkplätzen werde von der Allgemeinheit bezahlt. Die Parkgebühren, die bislang eingenommen werden, reichten aber nicht aus, um die anfallenden Kosten zu decken. Heißt: Wer schon einen öffentlichen Stellplatz nutzen muss oder möchte, soll auch einen finanziellen Beitrag dazu leisten.
Neuer Service in Sachen Parkticket
Einen Überblick über die bewirtschafteten Parkräume liefert die Stadt online auf ihrer Geoportal-Seite. Dort sind auf einer Karte der Stadt Bereiche farblich markiert. In diesen Zonen gehören Parktickets schon zur Tagesordnung. Neben der Zone Innenstadt sind die Quartiere Süd und Ost gänzlich gebührenpflichtig. Die neu dazu gekommenen Bereiche gehören zu den Quartieren West und Nordost, wobei dort nach der bevorstehenden Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung teilweise noch kostenfrei geparkt werden kann, etwa im Malerviertel, das aber auch schon im Fokus des Ordnungsamtes steht.
In Sachen Parktickets kündigt die Stadt einen neuen Service an. Bodeseh weist darauf hin, dass Vier-Monats- und Jahrestickets demnächst auch online beantragt werden können. Dadurch kann man sich den Weg ins Bürgerbüro sparen. Dort muss der Parkausweis auch nicht mehr abgeholt werden, dieser wird dann mit der Post nach Hause gesendet.