Landau In die Unterwelt des Westwalls

Während es überall auf der Welt brodelt, ist Mitteleuropa seit fast 70 Jahren eine Insel des Friedens. Das war nicht immer so. Die Nazis wollten die halbe Welt erobern. Ein steinernes Zeugnis fasziniert und gruselt noch heute die Menschen: der Westwall. Ein Bollwerk entlang der deutsch-französischen Grenze. Zu einer Zeitreise an den Westwall laden wir unsere Leser im Rahmen unserer Sommertour für Mittwoch, 27. August, ein, die Welt von damals zu entdecken.

Startpunkt der gut vierstündigen Aktion ist das Westwall-Museum in Bad Bergzabern. Museumsleiter Manfred Mizkunaz führt die Teilnehmer durch eine fast noch intakte Bunkeranlage, in der Wehrmachtssoldaten die Stellung hielten, obwohl sich der aufwendig errichtete, Hunderte von Kilometer lange Wall rein militärisch hernach als nahezu bedeutungslos herausstellte, strahlt er bis heute eine enorme Anziehungskraft aus. Das Bunkermuseum zeigt schlichtweg den Alltag der Soldaten. Originalgetreu eingerichtet sind Exponate von Suppenkellen über Etagenbetten bis hin zu Granaten, Sturmgewehren, Gasmasken oder Flak-Geschützen. Nach dem Rundgang durch das Westwallmuseum schließt sich ein zweiter Teil an. Mit Privat-Pkw geht es nach Böllenborn, besser gesagt in den Wald von Böllenborn, wo ein Teil der Bunkerreste der sogenannten Otterbachlinie zum Westwallrundwanderweg zusammengeschlossen wurden. Die einstündige Führung auf dem mit Infotafeln versehenen Weg ist der Abschluss der Aktion. (rww)

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