SÜW Hochansteckende Adenoviren lösen Bindehautentzündung aus

Bei Rötung, Fremdkörpergefühl und Schmerzen im Auge ist Vorsicht geboten.
Bei Rötung, Fremdkörpergefühl und Schmerzen im Auge ist Vorsicht geboten.

Dem Gesundheitsamt des Landkreises Südliche Weinstraße und der Stadt Landau werden derzeit gehäuft Adenoviren als Erreger von Bindehautentzündungen gemeldet. Die Erkrankung äußert sich ähnlich wie eine bakterielle Bindehautentzündung, weshalb sie oft nicht erkannt wird. Sie tritt in der Regel sehr plötzlich auf. Die Ansteckungsgefahr beginnt mit Symptomen wie zum Beispiel geröteten, tränenden Augen, Fremdkörpergefühl und Schmerzen, und sie besteht, solange Erreger im Augensekret vorhanden sind. Das kann bis zu drei Wochen der Fall sein. Während bakterielle Bindehautentzündungen durch Antibiotika behandelt werden können, sind diese bei Viren nicht wirksam.

Das Gesundheitsamt warnt: Adenoviren sind hoch ansteckend, widerstandsfähig und können auf Oberflächen mehrere Tage bis Wochen überleben. Wer erkrankt ist, sollte zu Hause bleiben und auf strenge Hygiene achten, um das Virus nicht weiter zu verbreiten. Zu empfehlen ist häufiges Händewaschen, die Verwendung von Einmalhandtüchern oder das Wechseln der Handtücher nach jedem Gebrauch (Waschen bei mindestens 60 Grad). Es sollte vermieden werden, die Augen mit den Händen zu berühren, da ansonsten die Erreger leicht weitergereicht werden können. Beim Verdacht, an einer infektiösen Bindehautentzündung erkrankt zu sein, sollte die Praxis vor einem Arztbesuch informiert werden, damit das Praxisteam Schutzmaßnahmen ergreifen kann.

Ausführliche Informationen zu Adenoviruserkrankungen sind zum Beispiel auf der Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärungen zu finden.

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