Landau
Hirsch: Neue Coronaregeln machen zusätzliche Hilfen nötig
Zu den Regeln zählen 2G (geimpft oder genesen) im Einzelhandel, bis auf Geschäfte des täglichen Bedarfs. 2Gplus (geimpft, genesen und zusätzlich getestet) gilt überall dort, wo im Innern keine Maske getragen werden kann, beispielsweise in der Gastronomie. Außerdem gibt es umfassende Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Hirsch hält dies zum Schutz der Bevölkerung für notwendig, macht gleichzeitig aber auch deutlich, dass die Gastronomie nun schnelle Hilfen brauche, um durch die Krise zu kommen.
Hirsch, der auch stellvertretender Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Städtetags ist, begrüßt die Ankündigung aus der Konferenz der Ministerpräsidenten, Hilfen für Schausteller auf Adventsmärkten zu gewähren. Hirsch hatte nach eigenen Angaben persönlich beim Bundeswirtschaftsministerium vorgesprochen, um dafür zu werben. Wie berichtet, hat die Stadt den Nikolausmarkt aufgrund der Infektionslage und der Engpässe auf den Intensivstationen der beiden Kliniken vor Ort mit Wirkung von Samstagabend beendet.
Hirsch verärgert über Impfverweigerer
Hirsch bedauert, dass das Testen auch für Geimpfte und Genesene überhaupt notwendig geworden sei. Er bitte dennoch alle, „solidarisch zu sein, sich an die neuen Regeln zu halten, Kontakte zu reduzieren und vor allem: sich impfen und regelmäßig testen zu lassen“. Der neue Maßnahmenkatalog bringe auch für Geimpfte zusätzliche Einschränkungen und/oder einen Mehraufwand mit sich. Diesen Mehraufwand, also das Testen, würden vermutlich viele Gäste für einen spontanen Restaurant-Besuch scheuen. Er habe kein Verständnis für Impfverweigerer, so Hirsch.
Am Ende werde sich das öffentliche Leben in Deutschland damit von selbst herunterfahren, auch ohne angeordneten Lockdown. Gastro-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen brauchen nach Überzeugung des Oberbürgermeisters jetzt schnell zusätzliche Wirtschaftshilfen, damit Strukturen in den Städten und Gemeinden nicht völlig zusammenbrechen. Auch um Landauer Einrichtungen wie das Freizeitbad La Ola, den Zoo oder die städtischen sowie freien Kulturangebote sorgt sich der Stadtchef.
Alle in Rheinland-Pfalz geltenden Regeln und, sobald sie vorliegt, auch die neue Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, finden sich auf der Landesseite www.corona.rlp.de.