Landau Hilfe bei Spinnenangst: Gruppentraining für Kinder und Jugendliche an der RPTU
Das Programm wird von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) angeboten und findet am Freitag, 24. Oktober, in der Ostbahnstraße 12 in Landau statt. Ziel ist es laut Ankündigung, jungen Menschen den Umgang mit Spinnen zu erleichtern und langfristige psychische Belastungen zu vermeiden. Die Universität stützt sich dabei auf das wissenschaftlich erprobte „One Session Treatment“.
Wie die RPTU mitteilt, zählt die Furcht vor Spinnen zu den häufigsten Ängsten bei Kindern und Jugendlichen. Sie beginne oft schon im Alter von etwa sieben Jahren und könne ohne frühzeitige Behandlung über Jahre bestehen bleiben. Betroffene meiden oft Orte wie Keller oder Gartenhäuser, an denen Spinnen vermutet werden könnten. Die Reaktionen reichen von körperlichen Symptomen wie Zittern und Atemnot bis hin zu Panikgefühlen. „Kinder lernen auf verschiedene Arten: durchs Ausprobieren, durch Erzählungen oder auch durch Beobachtung“, erklärt das Team der RPTU. Bezugspersonen könnten daher eine entscheidende Rolle spielen, indem sie ihre eigene Reaktion auf Spinnen reflektieren und ein konstruktives Verhalten vorleben.
Übungen im Umgang mit Spinnen
Das Gruppentraining wird von einem Team aus einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie vier Master-Studierenden der Klinischen Psychologie durchgeführt. Es umfasst einen Kennenlerntermin, bei dem ein Interview und Fragebögen zur Spinnenangst ausgefüllt werden, sowie eine etwa fünfstündige Trainingseinheit. Diese beinhaltet Informationen zur Angst, Übungen im Umgang mit Spinnen und das Erarbeiten von Bewältigungsstrategien. Drei Monate später erfolgt eine kurze Nachbefragung. Interessierte können sich per E-Mail bei raphael.gutzweiler@rptu.de melden. Im Sommer 2026 ist das Angebot erstmals auch für Erwachsene geplant.
Bereits im Juni hatte die RPTU erfolgreich einen ersten Durchgang mit zehn Teilnehmern durchgeführt. Besonders stolz ist das Team laut eigenen Angaben darauf, dass einige Kinder am Ende des Trainings sogar Fotos und Videos von Spinnen auf ihren Händen machten.