Tourtipp RHEINPFALZ Plus Artikel Helinchens großes Herzeleid

Die Klosterruine.
Die Klosterruine.

Wer zu Ostern wandern will, muss nicht auf die Schwefelbrunnen direkt vor seiner Haustür setzen. Klar gibt es eine reiche Auswahl – wie in Klingenmünster, Insheim, Edenkoben, Herxheim oder Landau. Echte Abenteurer aber wagen einen Ausflug in den Donnersbergkreis, um es genau zu sagen nach Eisenberg.

Rolf Schlicher beschreibt in seinem Buch die Helinchen-Rosenthal-Spange, ein knapp zwölf Kilometer langer Rundweg ab dem Waldhaus Schwefelbrunnen. Ihren Namen verdankt die Wanderroute einer Liebesgeschichte ohne Happy End: Denn die Bauerstochter Helinchen durfte ihren Liebsten Anselm nicht heiraten, der Oberjäger des Grafen auf Burg Stauf war. Während sie vor Herzeleid starb, wurde Anselm von einem Wilderer erschossen, wie die Legende sagt. Aber immer bei Vollmond sollen sich beide noch an ihrer mittlerweile 500 Jahre alten Lieblingseiche treffen, an der die Tour vorbeiführt. Ein weiterer Höhepunkt ist die Klosterruine Rosenthal, ebenso eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft mit ständigem Wechsel von Wald und offenem Feld, durch die wiederum der Rosenwanderweg in unterschiedlichen Varianten führt.

Leckere Weinkarte

Wer sich wegen des Liebesleids von Helinchen und Anselm mit italienischer Küche trösten will, kann Schlichers Gastrotipp ins nahe Kerzenheim folgen. Dort wurde vor zwei Jahren das „Grifo Restaurant“ eröffnet. Es bietet vor allem Gerichte aus Umbrien und, so der Weinkenner aus Neustadt, eine verlockende Reise durch fast alle italienischen Weinanbaugebiete.

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